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  1. #1
    Bully-Rüpel Avatar von Papercut
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    Gut gemeint und irgendwie schief gelaufen

    Moin,

    ich weiss nicht so richtig in welche Kategorie ich das packen soll, daher versuche ich es mal hier - wenn es woanders hingehört bitte einfach verschieben.
    Tja, also.. wie fange ich das an. Mich hält gerade ein "Erlebnis" wach, dass ich heute mit der Krümeline hatte. Eigentlich lächerlich, weil die Situation kurz und schnell behoben war, aber irgendwie läuft die Gedankenmaschine und will nicht aufhören und der Stich den es mir versetzt hat schmerzt mich irgendwie sehr wenn ich dran denke.

    Ich muss jetzt bisschen weiter ausholen.. aber bitte Geduld.. ich komm noch zum Punkt.

    Die Kleine bettelt ja nicht nach Fressen. Wenn ich mir was zubereite und das in mich reinstopfe interessiert sie das nicht wesentlich. Finde ich sehr bequem so, behalte ich bei. Deswegen wird vom Tisch aus nicht geteilt. Sie kontrolliert auch nicht ob auf dem Tellerchen was übrig blieb wenn ich das irgendwo abstelle wo es in Reichweite ist. Ich habe mir bisher immer gedacht, dass mein Clevertier einfach noch nicht gecheckt hat, dass das alles auch für sie verlockend sein könnte. Vielleicht liege ich falsch.

    Manchmal wenn ich mir nur einen schnellen Snack auf dem Sprung mache kann es schon mal passieren, dass ich mich unten in der Küche im Schneidersitz auf den Boden setze und da mein Quick-Dinner mache. Dabei fiel mir schon häufiger (also die halbes dutzend Male die das bisher vorgekommen ist) auf, dass sie in ein ziemlich intensives Beschwichtungsverhalten verfällt. Also so vollkommen ohne dass ich irgendwas mache (außer kauen eben). Da wird nervös über die Nase geleckt, häufig abgeschluckt, sie wird ganz rund, bietet mir ihre Seite an, wendet den Kopf ab, wedelt tief und geklemmt... das volle Programm eben. Das war vom ersten Mal an so. Sie ist nie aufdringlich gewesen, ich habe sie nie in die Schranken gewiesen mir mehr Abstand zu geben, brauchte ich nie... das war einfach das Verhalten was sie von Anfang an angeboten hat.

    Ich habe mir dabei immer gedacht, dass sie vielleicht mal von ihrer Ma eins auf die Mappe bekommen hat weil sie an deren Napf ran ist oder so. Und weil ich ausnahmsweise mal auf ihrem Level esse und sie mein Lebensmittel damit in "Reichweite" hat (dann auch gedanklich) zeigt sie dann eben die Beschwichtigung die vielleicht auch eine Bettelei seien könnte. So eiert sie dann also wenn ich mal auf dem Boden esse wedelnd auf ihren Liegeplatz in der Küche und "freut" sich von dort aus, dass ich was esse. Fand ich bisher auch okay. Damit waren meine Gedanken zum Thema vorerst beendet.

    Seit heute wird wieder gegrübelt.

    Ich habe mir ausnahmsweise mal so fertig abgepackte Scheibenwurst gekauft (ich esse echt wenig Wurst, das kommt wirklich nur alle paar Jubeljahre vor). Weil ich da heute eben so richtig Bock drauf hatte, hab ich die Packung gleich aufgemacht und mir beim Auspacken der übrigen Einkäufe das erste Scheibchen gegönnt. Und wie es bei meinem Glück so ist - gleich in der ersten Scheibe war so ein Knorpelstückchen drin.

    Quasi ein integriertes Leckerli. Ich hielt es jedenfalls für eine gute Idee spontan mit ihr zu teilen (normalerweise teile ich eher zeitversetzt... also wenn ich eine Banane esse und ihr was abgeben möchte lege ich das Stück beiseite, esse meinen Teil auf und gebe es ihr ein bisschen später). Ich ruf sie also zu mir (sie war gerade mit irgendwas abgelenkt, ich glaube sie hat mit einer Miez vorher interagiert) und reiche ihr stehend das Wurststückchen. Und dann wurde es einfach nur schräg.

    Anstatt der von mir erwartete Freude über das Exklusivangebot kassiere ich eine absolut gegenteilige Reaktion. Sie hat sich vor mir weggeduckt, das volle Beschwichtigungsverhalten gezeigt und ich musste sie zwei mal ermuntern/motivieren das Stückchen zu nehmen... dabei war sie dann so absolut übervorsichtig, dass ich schon ein schlechtes Gewissen bekommen habe ihr was gegeben zu haben. Danach wurde es dann richtig krass. Kaum war die Wurst in der süßen Schnute verschwunden hat sie sich so richtig klein gemacht, sich zügig (aber auch nicht so hektisch wie in der Interaktion mit einem Hund der nach ihr schnappt) weggeduckt, ich hatte wirklich das Gefühl sie hat Angst vor mir in dem Moment. Vor mir, als Person. Bei dem oben beschriebenem Verhalten wenn ich auf dem Boden esse empfand ich das so, dass die Situation der Auslöser für die Beschwichtigung (Bettelei?) ist und mit den Gedanken die ich mir dazu gemacht habe wars irgendwie erledigt kopfmässig. Heute hatte ich das Gefühl, dass ICH gemeint bin. Ein Scheissgefühl... und ich bekomme das Bild von ihr wie sie sich furchtsam vor mir wegduckt und andeutet sich gleich auf den Rücken zu werfen jetzt nicht mehr aus dem Kopf.

    Mir fällt sonst keine Situation ein in der ich mal die Quelle von Furcht war bei ihr. Ich hatte noch nie auch nur ansatzweise eine Situation (selbst in stressigen Momenten) wo sie so ein Verhaltensmuster gezeigt oder gebraucht hätte.

    Sie ist angenehm distanzlos und vertrauensvoll im Alltag, zuckt nicht bei hektischen Bewegungen und lässt alles mit stoischer Gelassenheit über sich ergehen wo viele andere Hunde schon nervös werden (Krallen schneiden, Zähne kontrollieren und putzen und sowas). Natürlich kenne ich es, dass sie mich mal mit großen Augen und angeklappten Ohren anglotzt wenn ein scharfes "nein" kommt (zum Beispiel wenn sie beim Spazierengehen irgendwelche möglicherweise schädlichen Sachen aufnehmen will), da beschwichtigt sie dann auch. Aber nicht so, dass sie sich vor mir wegduckt und sich schon vorbereitet sich gleich auf den Rücken zu schmeissen.

    Sie sah echt fertig aus in dem Moment. .. ich will meinen Hund so nicht sehen. Die arme kleine Kröte.

    Ich hab sie dann jedenfalls lieb vollgequatscht wie sonst auch und es ist alles eigentlich wie immer zwischen uns. Trotzdem mache ich mir jetzt Gedanken wieso sie eine so heftige Reaktion auf eine solche Kleinigkeit zeigt. Wenn ich ihr Essen zubereite fällt ja auch hin und wieder ein kleiner Vorkoster-Snack für sie ab und da reagiert sie nicht so.

    Habt ihr Gedanken dazu? (Und um gleich mal den Elefant im Raum anzusprechen: Ich grübel auch darüber ob sie dort wo sie herkommt mal eine schlechte Erfahrung diesbezüglich gemacht hat.. aber setzt sich das so fest und kommt dann mit 1 1/2 Jahren wieder hoch wenn zwischendurch nie was war?)

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  2. #2
    Bully-Welpe Avatar von Vivi
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    Ivh bin in dem Punkt jetzt nicht der Profi, aber ich kann mir auch nur vorstellen, das irgendetwas passiert ist, bevor sie zu dir kam.
    Sowas wäre aber dann wenn ein Fall für ein Trainer, der sich das vor Ort anschauen sollte.
    Wenn du halt meinst das du ihr aus der Situation helfen willst.
    Per Ferndiagnose find ich es jetzt etwas schwer ehrlich gesagt.
    Vielleicht ist irgendwas auch in deinem Verhalten, was du selbst nicht wahrnimmst.

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  3. #3
    Bully-Senior Avatar von Bullidiva
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    Ich schliesse mich Vivi an.......und stelle mir auch vor das bei den Leuten wo sie vorher war was vorgefallen ist. Erst hatte ich an ein pubertäres Verhalten gedacht aber du schriebst ja das sie schon immer ein bisschen eigenartiges Verhalten an den Tag gelegt hat wenn du in " Augenhöhe" mit ihr gegessen hast.
    Ich selber kenne so ein Verhalten nicht von meinen Mädels. Sie betteln zwar nicht am Tisch aber sie freuen sich wie Bolle über jedes Stückchen was dann mal in ihre Schnuten wandert.
    Ich würde mal schauen ob sie nochmal so reagiert oder ob das nur ne Ausnahme war weil sie irgendwas gestört hat.

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    Liebe Grüsse von Martina und den Bullymädels

    Manchmal rede ich mit mir selbst. Und dann lachen wir beide.

  4. #4
    Bully-Spezialist Avatar von Fadenelse
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    Hm echt ne blöde situation. Also ich kann nur sagen Günni hat einmal mega anschiss von meinem Mann bekommen als er ihn beim löcher in die wand kratzen war,seitdem beschwichtigt er ihn oft wenn wir nach Hause kommen. So als hätte er etwas zu befürchten,gebracht hat die zurechtweisung damals natürlich nix. Manchmal wenn mein Mann (in der regel dunkel gekleidet) eine für den Hund vllt komische bewegung macht,ohne dass es zu Günther gerichtet ist,beschwichtigt Günni auch. Also da sieht es so aus als könne er die Situation nicht richtig einschätzen,daher vorsichtshalber die beschwichtigung. Vllt ist es bei euch auch so,dass sie es aus vorsicht tut weil ihr etwas nicht ganz klar ist,auch wenn wir es in dem moment nicht nachvollziehen können? Hast du dich mal mit ihrem napf im schoß hingesetzt? Guck doch mal wie sie da reagiert, wenn sie entspannt ist,füttere sie vllt mal aus der hand mit dem napf auf dem schoß? Wäre vllt interessant dass zu beobachten ob sie auch da die selben beschwichtigungssignale nutzt? Denke sowas kann durchaus stark im hund verankert sein wenn sie damals eine schlechte Erfahrung gemacht hat.
    Bsp: Else hatte ich damals als sie ca 8jahre alt war von jmd übernommen,kannte nix von ihrer vorgeschichte. Stellte sich am ende heraus,dass sie dem verhalten nach zu urteilen psychisch und physisch schlecht behandelt wurde. Meine mutter hat ein stück holz zum fixieren der backofentür,da diese nicht vollständig schließt,als sie dies in die hand nahm,lief else panisch vor ihr weg,und sie hat nie schlechte erfahrung bei uns machen müssen,sie hatte eigentlich ein schönes leben bei uns,und trotzdem panische angst in der situation. Haben mein mann und ich mal gestritten,oder waren viele freunde zu besuch oder dolby surround beim fußball, mussten wir sie ins Schlafzimmer sperren da sie sonst keine ruhe fand,da sie immer angst hatte bei lauten geräuschen,auch wenn ihr nie was bei uns in solchen Situationen passiert ist.
    ich denke manche Dinge sind so stark in den köpfen der Hunde,dass sie dieses verhalten einfach nicht mehr verändern können.

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    Liebe Grüße! Susi & Günni

  5. #5
    Bully-Rüpel Avatar von Papercut
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    Ich bin mir im Moment nicht sicher ob ich den Nerv habe das nochmal absichtlich im selben Setting zu provozieren. Wie sie sich weggeduckt hat, furchtbar, das Bild hat sich wirklich festgefressen. Verdammte Wurst ey, hätte ich sie mal nicht gekauft. (Ja, ich weiss, irgendwie übertrieben, aber meine Wurstgelüste sind gerade wirklich weg...)

    Als ich wegen ihrem Frühstück in den Innerein rumgewühlt habe und ihr zum Vorkosten was gegeben habe war auch wieder alles wie immer. Da hat sie sich drüber gefreut wie sie es sonst auch immer tut.

    Das mit dem eigenen Verhalten habe ich auch überlegt. Ich habe nur keinen Ansatzpunkt was es gewesen sein könnte. Wenn ich nach dem Einkaufen heim komme ist es immer der gleiche Ablauf.. ich begrüße sie, dann packe ich die Einkäufe aus. Da war nichts anders, bis auf den Umstand, dass ich mal Wurst gekauft habe und davon gleich eine Scheibe genommen hab. Wäre auch gut möglich, dass es das erste Mal war seit sie hier ist... ich bin mir da nicht sicher, aber weil ich wirklich ganz selten sowas esse könnte das wohl sein.

    Sie auf mich aufmerksam zu machen um ihr was zu naschen zu geben ist auch nicht so außergewöhnlich. Wenn ich irgendwas in der Küche zubereite was als kleiner Snack geeignet ist (Obst/Gemüse schnibbeln meistens), dann rufe ich sie zu mir, lass sie einen kleinen Trick machen (sitzen/Pfote geben oder ablegen und Köpfchen so süß auf die Pfoten legen oder einmal im Kreis drehen, irgendwas in der Schwierigkeitsstufe halt.. sie muss für eine Apfelspalte keine superkomplexen Leistungen erbringen) und sie bekommt das dann.

    Wenn ich ihr was außerhalb vom Napf reiche stehe ich ja dann auch immer vor und über ihr (außer bei der Schlussbelohnung beim Krallenschneiden, weil wir das im Sitzen/Liegen machen, da sitze ich mit auf dem Boden), da hat sie auch noch nie so "gekuscht".

    Wenn ich ihren Napf hinstelle und mir dann noch einfällt, dass ich zum Beispiel das Öl oder die Hefe vergessen habe und ihn wieder weg nehme reagiert sie auch nicht so. Da ist sie kurz irritiert (guckt mich verdattert an) und folgt mir dann freudig zurück zur Arbeitsplatte und guckt zu wie ich das Fehlende noch reinmische. Sie weiss, dass der Napf gleich wieder zu ihr zurück kommt und sie dann loslegen kann. Wenn ich nach erfolgter Freigabe nochmal an den Napf gehe/sie unterbreche verhält sie sich auch nicht so. Da ist sie auch kurz irritiert, aber wartet dann eben. Natürlich in einem höheren Erregungszustand weil halt Futter und so, aber sie verhält sich dann nicht so wie gestern.

    Wenn ich sie aus dem Napf mit Hand füttere, dann zeigt sie schon Beschwichtigungssignale, aber wesentlich milder.. sie wedelt halt tief und macht sich ein bisschen runder. Wenn sie ohne meine Finger im Spiel frisst tut sie das für gewöhnlich "zügig", sie rüsselt schon ziemlich schnell alles in sich rein - wenn ich da aus der Hand füttere muss sie natürlich ein höheres Maß an Geduld und Selbstbeherrschung zeigen und das fordert sie schon etwas. Wobei das wieder anders ist wenn ich ihr zum Beispiel Heilerde-Pampe mache oder einen Hüttenkäse-Snack zwischendurch. Diese Miniportiönchen gibts dann aus dem Schälchen was ich entweder in der Hand halte oder zwischen meinen Füßen fixiere. Da zeigt sie auch nicht so ein extremes Verhalten vor oder nach der Freigabe, da wird erst gewartet und dann gerüsselt.

    Was mich auch so sehr gewundert hat war dieses vorsichtige Nehmen/Greifen gestern. Ich lege da keinen gesteigerten Wert drauf, dafür gibt es zwar eine Geste.. aber die kommt echt selten zur Anwendung in Bezug auf Nahrungsmittel. Wenn ich ihr unterwegs was zur Belohnung gebe verschwindet ein Drittel meiner Hand in ihrem Mäulchen (ich gebe Leckerchen nicht zwischen den Fingerspitzen, sondern klemm die zwischen den Gelenken an der Fingerspitze von zwei Fingern ein und sie zieht die dann mit den Zähnchen da raus). Sie muss das nicht superlangsam oder supervorsichtig nehmen. Wer auf die Idee kommt dem Hund ungefragt was reinzuschieben darf dann ruhig überrascht sein. Ist ja nicht schmerzhaft, man hat halt eine sabbrige Hand danach (meine Gassihose sieht auf der Seite der Leckerchenhand richtig speckig vom Abschmieren aus).

    Gestern hat sie gleich so vorsichtig agiert. Hab ich weder erwartet, noch irgendwie verlangt (die Geste wäre dann das Objekt der Begierde kurz so nach innen wegzudrehen, dass der Handrücken es verdeckt.. da weiss sie dann, dass sie es vorsichtig nehmen soll).

    Kann das wirklich so lebensmittelspezifisch bei ihr verankert sein? Dass sie irgendwann mit maximal knapp unter 4 Monaten irgendjemandem ein Stück Wurst zu hektisch aus der Hand genommen hat und Anschiss bekam? Und dann kommt das wieder so hoch nach all der Zeit obwohl zwischen dem (angenommenen) Ereignis und gestern über ein Jahr komplikationsloser Nahrungstransfer steht?




    Paar Sekunden Situation, zwei Tage grübeln. Man, man, man. Aber es sticht echt tüchtig die Kleine so gesehen zu haben. Ich weiss ja, dass sie mich respektiert und das ist neben all dem verliebten Anglotzen auch wichtig für den Alltag. Aber dass sie mich anguckt als würde sie mich fürchten, das tat wirklich weh. Hätte sie am liebsten in dem Moment ganz doll geknuddelt.. aber das wäre ja übergriffig gewesen. *seufz*

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  6. #6
    Bully-Medicus honoris causa
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    Könnte durchaus sein, dass da mal was war. Ich würde ihre Angst akzeptieren und derartige Situationen vermeiden. Folglich würde der Fußboden als "Futterstelle" ihr alleine gehören und Leckerli's der von dir beschriebenen Art im Napf serviert werden. Zudem würde ich persönlich auch mal zur Handfütterung tendieren. Das wird ihr Vertrauen wieder unterstützen. Muss ja nicht bei jeder Mahlzeit sein. Schaut ihr euch oft an - also quasi "Auge in Auge"? Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass intensiver gegenseitiger Blickkontakt zwischen Mensch und Hund die Bindung zusätzlich verstärkt - ein Zeichen von Vertrauen. Also bitte nicht falsch verstehen, gemeint ist dieses "Auge in Auge" nur mit dem eigenen Hund! Bei fremden Hunden könnte sich das Ganze leicht ins Gegenteil verwandeln. Da ist es dann ratsamer einen unsicheren oder ängstlichen Hund NICHT anzusehen.

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  7. #7
    Bully-Rüpel Avatar von Papercut
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    Ich mach das gelegentlich schon mit der Handfütterung, hab auch den Eindruck, dass das uns gut tut. Gerade am Anfang wo sie herkam haben sich daraus ganz viele Verhaltensregeln ganz selbstverständlich in unserem Alltag etabliert, die ich dann nicht erst mit Verboten oder Maßregelung klar machen musste. Das hat gut funktioniert.

    Einschränkungen im normalen Vertrauensverhältnis sehe ich im Moment keine, außer in der Situation eben gestern.. aber wie du schon gesagt hast - vermeiden wäre auch für mich das Mittel der Wahl. So wichtig ist mir so eine Ausnahmesituation nicht, dass ich da nun gezielt nochmal in eine Provokation gehen möchte. (Ok, ja.. ich hab Angst davor, dass es nochmal so passiert. Aber wenn zur Vermeidung nur die Wurst im Kühlschrank bleiben muss kann ich echt gut damit leben.)

    Was den Blickkontakt betrifft - das meinte ich mit "verliebt anglotzen". Hab ich bestimmt 2 Microsekunden vor dir gepostet.
    Wir gucken uns schon viel an. Sie sucht gezielt meinen Blick und ich ihren, sie liest meine Mimik und ich ihre... das läuft ganz gut.

    Bis auf eine Ausnahme. Erziehungsversagen deluxe, meinerseits. Ich habe ihr das Kommando "schau" beigebracht. Dachte ich. Das Kommando "schau" heisst bei ihr aber nicht, dass sie mich anguckt.. sondern dass sie einfach nach oben guckt. Ich habs nur im Stehen gemacht und irgendwann wollte ich "schau" abrufen als ich beim Krallenschneiden neben ihr saß und sie guckt so nach oben die Badezimmerdecke an... dann zu mir rüber aus dem Augenwinkel ob sie es richtig macht und ich hab einen tierischen Lachflash bekommen. Angucken läuft also über namentliche Ansprache jetzt.. und wenn ich möchte, dass sie konzentriert den Himmel anstarrt sage ich "schau". Es ist einfach zu niedlich wie sie dann hochkonzentriert ins Nichts starrt, dass ich das Kommando garnicht korrigieren mag.

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  8. #8
    Bully-Spezialist Avatar von Fadenelse
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    Hahahahah! Find ich ja ulkig mit dem schau in den himmel wir haben auch schau als anguck signal,aber manchmal muss ich günni nochmal zeigen dass er mich und nicht auf meine jackentasche gucken soll

    wenn sonst alles toll bei euch ist,wird es wohl echt die richtige Entscheidung sein diese Situation nicht zu wiederholen,man möchte ja auch nicht dass sich diese "angst" verstärkt.

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    Liebe Grüße! Susi & Günni

  9. #9
    Bully-Medicus honoris causa
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    Tut mir leid, ich weiß dass es in dieser Situation ungehörig ist, aber ich musste eben doch mal grinsen Betrifft deine Formulierung "Einschränkungen im normalen Vertrauensverhältnis". Bist du sicher, dass dein Hund alles so schön auseinanderhalten kann... ? Bei ihr gilt doch wohl eher die Devise 'das fühlt sich gut an' oder 'das ist mir nicht geheuer', so einfach ist das für einen Hund. Sie differenziert nicht, deshalb gibts kein 'normal' und kein 'anormal', zumal ihr Verhalten eine klare Hundesprache spricht. Machs dir nicht selbst schwer und sieh sie einfach mal als DAS was sie ist, dann schafft ihr es sicher in kürzester Zeit. "Akzeptanz" heißt das Zauberwort.

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  10. #10
    Bully-Rüpel Avatar von Papercut
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    Ich bin mir gerade nicht sicher ob ich das jetzt richtig verstanden habe.

    Meinst du, dass nur auf die Situation bezogen da jetzt einfach kein Vertrauen da war oder dass sie mir generell nicht so wirklich über den Weg traut?

    Versuchs bitte möglichst einfach auszudrücken, wie für ein 5jähriges Kind. Ich hab so einen unschönen Hang zum überanalysieren und durch solche Situationen wird der so richtig gründlich angefeuert. Einerseits sicher das ein oder andere Mal nützlich, weil man tatsächlich was verbessern/dazulernen kann/oder sogar muss... aber manchmal einfach nur sinnlos und übertrieben. Ich kann da von mir aus so frisch nach der Situation keine klare Trennlinie ziehen. Dass irgendein Bedarf da ist (was ändern/akzeptieren/es zur Seite zu legen) weiss ich... ich weiss nur nicht welcher genau.

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