Brachycephales Syndrom
Die selektive Zucht mit immer kürzer werdenen Schnauzen kann zu Missbildungen der Atemwege führen. Der Kopf des Bulldogs und anderer Rassen wie Mops, Pekinese und auch Perserkatze wurde immer kürzer gezüchtet, aber die oberen Atemwege wachsen weiterhin auf Normalgröße an.
Verengte Nasenlöcher, verkürzte Nasenhöhle und eine Überlänge des Gaumensegels sind das Resultat. Die Folgeschäden eines Brachycephales Syndrom können gereizte Schleimhauttaschen und das überlange Gaumensegel und übergroße Mandeln den Eingang zur Luftröhre blockieren und so das Atmen behindern. Durch andauernde Blockierung der Atemwege kann der Kehlkopf geschädigt werden, Lungenentzündungen und Ödeme bis hin zu Herzinsuffizienz aufgrund stärkerer Belastung des Herz- Kreislaufsystems durch ungenügender Sauerstoffsättigung des Blutes.
Die Verkürzung des Oberkiefers und der oftmals damit verbundene Vorbiss mit der damit resultierender Fehlstellung der Zähne kann den Hund bei der Nahrungsaufnahme behindern.
Hunde mit brachyceptalen Merkmalen neigen darüber hinaus durch die überdurchschnittliche Vergrößerung des Kopfes vermehrt zum Wasserkopf.
Symptome:
Erhöhte Stressintoleranz, Röcheln, Hitzempfindlichkeit, Atemaussetzer im Schlaf, Rückwärtsniesen, vermehrtes Erbrechen mit Schleimbildung
Therapie:
Hunde, die an den Folgen des Brachycephales Syndrom leiden, kann man mit einer Operation Linderung verschaffen. Je nach Schwere der Krankheit können Nasenlocherweiterungen, endoskopische Gaumensegelkürzung, Entfernung der Schleimhauttaschen und der Mandeln vorgenommen werden.
Die Erfolgsaussichten nach einer Operation sind sehr gut und die Lebensqualität verbesserert sich merklich.
Trotz dieser guter Prognosen einer OP sollte der züchterische Hauptaugenmerk auf die Vermeidung dieser und anderer Krankheiten liegen.



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