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  • BARF

    Die Ernährung ist zweifelsohne das wichtigste Standbein einer guten Gesundheit. Das Ergebnis der Fütterung von industriell hergestellten Fertigfutterprodukten an Hunde wird immer deutlicher durch den enormen Zuwachs an sogenannten Zivilisationskrankheiten in unserer Hundepopulation.

    Krebs, Allergien, Pankreatitis, Pankreas-Insuffizienz, Hautprobleme, Nieren- und Lebererkrankungen, Immunschwäche, Fruchtbarkeits- und Wachstumsstörungen treten immer häufiger auf und lassen sich nicht einfach mit Überzüchtung erklären.

    Viele Hundebesitzer, Tierheilpraktiker, Züchter und auch Tierärzte sind heute der Meinung, dass Fertigfutter einer der Hauptverursacher eines schlechten Gesundheitszustandes ist, und suchen Alternativen zu Fertigfutterprodukten. Eine dieser Alternativen, die mittlerweile Befürworter in der ganzen Welt hat, ist die sogenannte BARF-Ernährung. (Quelle: Swanie Simon)

    BARF ist eine Methode zur Ernährung fleischfressender Haustiere, die primär bei Haushunden praktiziert wird. Diese Fütterungsmethode orientiert sich dabei an den Fressgewohnheiten der Wölfe und anderer wildlebender Hunde.

    In diesem Sinne wird ausschließlich rohes Fleisch, Knochen und Gemüse/ Obst verfüttert. BARF überträgt einiges an Verantwortung an den Hundehalter, der für die ausgewogene Zusammensetzung selber sorgen muss. Mittlerweile gibt es jedoch Firmen, die diese Marktlücke erkannt haben und eine Fütterung mit BARF einfacher gestalten.

    Das erste Mal tauchte dieser Begriff in den USA auf. Er wurde von Debbie Tripp benutzt, um sowohl einen Hundebesitzer zu bezeichnen, der seine Hunde nach dieser Methode ernährt, als auch das Futter selbst. Das Akronym Barf machte im Laufe der Zeit eine Bedeutungswandel durch. Zunächst stand diese Abkürzung für „Born Again Raw Feeders“ (neugeborene Rohfütterer) dann „Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter), im Deutschen wurde die Bedeutung „Biologisches Artgerechtes Rohes Futter“ dazu erfunden.

    In diesem Zusammenhang sollte beachtet werden, dass Hund und Mensch seit mindestens einigen zehntausend Jahren zusammenleben. Während dieser Zeit hat sich der Hund zwangsläufig auch zum Resteverwerter entwickeln können oder vielmehr müssen. Eine Ernährung wie beim Wolf ist natürlich weiterhin möglich, weil durch die Rassenbildung und züchterische Bemühungen zwar das äußere Erscheinungsbild der Hunde geändert wurde, der Bau und die Funktion der Verdauungsorgane aber im Rahmen der Domestikation kaum beeinflusst worden sind. (Quelle: wikipedia)

    Vom Beutetier frisst der Wolf nicht nur das Muskelfleisch, sonder auch den Darminhalt
    (pflanzliche Bestandteile), die Knochen und die Innereien.
    Außerdem ist der Wolf auch ein Pflanzenfresser (Samen, Früchte).
    Erst die Summe dieser Bestandteile macht die Nahrung vollwertig.
    Nun können wir unsere Hunde aus praktischen Gründen nicht mit ganzen Hasen, Kaninchen oder Mäusen füttern, sondern müssen auf die uns zur Verfügung stehenden Schlachttiere zurückgreifen.
    Aber auch damit lässt sich das natürliche Nahrungsspektrum weitgehend nachbilden,
    wenn wir Rohkost füttern.

    Barfen basiert auf Fütterung rohen Fleisches von Rind, Huhn, Schaf, Pferd, Ente, Kaninchen und anderen Tieren. Rohes Schweinefleisch ist dagegen in der Rohfütterung tabu.
    Auch Innereien, Knochen und Knorpel stehen auf dem Futterplan.
    Ergänzend werden Kohlenhydrate, Gemüse, Obst, hochwertige Öle, Nüsse, Kräuter und andere natürliche Nahrungsergänzungen verfüttert.

    Wichtig ist beim Barfen, dass alles roh gegeben wird (Ausnahmen sind Getreide, Kartoffeln, Reis und Nudeln) da zum einen durch Abkochen Vitamine, Mineralstoffe und andere natürliche Inhaltsstoffe zerstört werden und zum anderen gekochte Nahrung schwerer verdaulich ist.

    Einen einheitlichen Ernährungsplan zu schreiben, der die Bedürfnisse jedes Einzelnen deckt, ist nicht möglich. Dafür sind Hunde einfach zu verschieden. Sie müssen Ihren Hund gut beobachten und gegebenenfalls den Ernährungsplan entsprechend anpassen. Es gibt Hunde, die kein Getreide vertragen oder rohes Fleisch und Knochen anfangs nicht ohne weiteres verdauen können. Manche Hunde mögen Innereien oder Gemüse einfach nicht.
    Die Notwendigkeit, alle lebenswichtigen Nährstoffe bei jeder Mahlzeit zu verabreichen, ist nicht gegeben. Eine solche Behauptung kann nur ein Tierfutterhersteller machen. Die Ausgewogenheit findet über einen Zeitraum von mehreren Wochen statt, wie es auch in der freien Natur passiert. Bei einer rohen, natürlichen Ernährung ist es deswegen nicht weiter schlimm, wenn ein Hund mal eine gewisse Zeit etwas einseitig isst.

    Wer sich für das Barfen entscheidet, sollte sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigen,
    um die Ausgewogenheit des Futters sicherzustellen.

    Buchtipps:
    „Natural Dog Food“ von Susanne Reinerth
    „BARF Biologisch Artgerechtes Rohes Futter” von Swanie Simon


    Anmerkung :
    Vergleiche mit der wölfischen Ernährung hinken nicht selten und nicht jedes Tier mag und verträgt rohes Fleisch. Ernährung ist am Ende auch wieder eine individuelle Sache.
    Stellt man seinen Hund auf Barf um, sollte man nach ein paar Monaten und dann alle 1 - 2 Jahre das Blut des Hundes auf eventuelle Mangelversorgungen untersuchen lassen.