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  • Hundehandel – Nein Danke!

    Sie suchen einen Rassehund? Seien sie auf der Hut vor üblen Geschäftemachern, nicht nur wenn Sie die unendlichen Weiten des World Wide Web durchforsten! Gerade im realen Leben sind sie uns näher als wir oftmals annehmen. Die üblen Tricks der Geschäftemacher sind jedoch, wenn man sich nachfolgende Kriterien zu Herzen nimmt und beachtet, leicht zu durchschauen.

    Faktoren die auf fragwürdige Umstände und üble Geschäftemacher hinweisen:

    • Der vermeintliche Zwinger bietet verschiedene Rassen an. Desto mehr, desto schlimmer!
    • Der vermeintliche Zwinger gleicht einer Hundefabrik oder ist Grundlage einer Vollexistenz.
    • Die Welpen wachsen ohne ständigen Kontakt zu Menschen auf.
    • Die Hunde sind in engen Boxen zusammengepfercht, oder es gibt andere Hinweise darauf, dass die Hunde nicht artgerecht gehalten werden.
    • Mutter oder Welpen zeigen Angst, Abneigung oder mangelnde Vertrautheit gegenüber der Person des vermeintlichen Züchters.
    • Der Verkaufsort ist nicht gleichzeitig auch die vermeintliche Zuchtstätte oder der Verkäufer verwehrt Ihnen unter fadenscheinigen Vorwänden die Besichtigung der Wurfkiste.
    • Die Welpen haben stumpfes oder verklebtes Fell, trübe Äugelein, schmutzige Ohren oder kratzen sich auffällig oft.
    • Der Züchter gibt sich sehr beschäftigt oder spricht lieber von seinen günstigen Preisen als von den Hunden.
    • Der vermeintliche Züchter bietet Ihnen einen Welpen zum halben Preis, dafür aber ohne Papiere an.
    • Der vermeintliche Züchter weicht Ihren Fragen aus oder flüchtet sich in Ausreden, wenn geforderte Unterlagen nicht zur Hand sind.
    • Dem vermeintlichen Züchter mangelt es offensichtlich an Basiswissen und er versucht wortreich von seinen Defiziten abzulenken.
    • Der vermeintliche Züchter sichert zu, seine Hunde hätten keinesfalls HD, oder es gibt keine Unterlagen aus denen der HD - Status der Elterntiere zweifelsfrei hervorgeht.
    • Die Welpen reagieren auf Ihr Erscheinen schreckhaft, ziehen sich langsam zurück, sind phlegmatisch oder wollen nicht spielen.
    • Das Muttertier ist nicht anwesend oder reagiert abweisend, aggressiv oder zeigt deutliche Anzeichen "züchterischer" Überbeanspruchung.
    • Die vermeintliche "Zuchtstätte" befindet sich in einer Mietwohnung.
    • Die Welpen sind in der achten Lebenswoche noch nicht geimpft, entwurmt, tätowiert (im Ausland gängig und üblich) oder mit einem Mikrochip (Deutschland) versehen.
    • Die Tätowierungen (Ausland) der Welpen sehen nicht bei allen Wurfgeschwistern gleich aus.
    • Der Impfpass, ist von einem Tierarzt ausgestellt, der seine Praxis nicht in der Nähe der vermeintlichen Zuchtstätte hat.
    • Im Impfpass fehlen Daten oder die Etiketten des Impfstoffes sind nicht eingeklebt. Verschiedene Handschriften und verschmierte Stempel deuten auf Fälschungen hin!
    • Die Zuchtunterlagen zeigen für eines der Elternteile nur eine Bewertung von "Gut" oder "Genügend".
    • Der vermeintliche Züchter lobt seine Hunde ausgiebig und verweist auf Erfolge bei Zuchtschauen, ohne entsprechende Unterlagen vorweisen zu können.
    • Der vermeintliche Züchter lässt erkennen, dass der Welpe möglichst schnell verkauft werden soll oder muss.
    • Der vermeintliche Züchter bietet an, den gewünschten Hund kurzfristig "zu besorgen".
    • Der vermeintliche Züchter reagiert auf Ihre bohrenden Fragen aggressiv oder abweisend. Nur wer etwas zu verbergen hat, wird kein Verständnis für das Interesse eines Hundekäufers aufbringen.
    • Der vermeintliche Züchter ernährt seine Welpen mit Billigfutter anstatt mit einem, dem Alter der Welpen angepassten, hochwertigen Aufzuchtfutter.

    Wird von einer vermeintlichen Zuchtstätte auch nur eines der negativen Kriterien erfüllt, rate ich Ihnen dringlich, die Verhältnisse dieser Zucht doppelt und dreifach zu überprüfen und im Zweifelsfall einen anderen Züchter aufzusuchen. Fragen Sie gegebenenfalls bei dem zuständigen Rassehundeverein nach einer Liste der eingetragenen Züchter.

    Die schwarzen Schafe der Branche sind oftmals seriösen Zuchtvereinen wohlbekannt, und diese Adressen werden üblicherweise nicht an Interessenten weitergegeben. Die seriösen Zuchtvereine unterhalten zumeist eine Welpenvermittlung, bei der Sie Informationen über alle von seriösen Züchtern gemeldeten Würfe erhalten können. Aber selbst dieses Verfahren bietet keine Garantien und eine umfangreiche in Prüfung des Zuchtbetriebes durch den Welpenkäufer ist unerlässlich!

    Hüten Sie sich vor Schnäppchen! Unseriöse Züchter werden versuchen, potentielle Käufer notfalls mit einem "günstigen" Angebot zu locken. Zeitgenossen, die den Kaufpreis an erste Stelle setzen und darauf aus sind ein vermeintlich gutes Geschäft zu machen, sind besonders gefährdet einem der schwarzen Schafe der Branche aufzusitzen. Kein seriöser Züchter kann ein Interesse daran haben, den Marktpreis für seine Rasse zu verderben, indem er überzählige Welpen zum Angebotspreis verschleudert.

    Das Wichtigste zum Schluss: Lassen Sie Ihren gesunden Menschenverstand walten!

    Was jeder Tierfreund tun kann:

    Natürlich das Selbstverständliche - seine Meinung sagen!

    Lautstark, nachdrücklich und unmissverständlich! Im Internet, im Freundeskreis, im Hundeverein, bei Kollegen und überall, wo das Thema Hundekauf zur Debatte steht.

    Das Wichtigste für die üblen Geschäftemacher der Hundebranche ist der ungestörte, möglichst lautlose Geschäftsbetrieb. Dies gilt auch oder sogar vor allem hier im Internet.

    Es sollte das Anliegen jedes Hundefreundes, Tierschützers und rechtschaffenen Züchters sein, den kriminellen Elementen soviel Sand, wie legaler Weise nur irgend möglich, ins Getriebe zu schütten.
    • Beschweren Sie sich bei den Betreibern der Suchmaschinen, wenn sie Tierhändlern und Massenzüchtern eine Plattform bieten. Drängen Sie darauf, dass die entsprechenden Links gelöscht werden und verweisen Sie dabei auf den Verstoß gegen die "guten Sitten". Alle deutschen Suchmaschinen geben an, keine Inhalte aufzunehmen, die im Widerspruch zu den gesellschaftlich anerkannten "guten Sitten" stehen. Fordern Sie die Webmaster auf, diesen Anspruch in die Tat umzusetzen!
    • Protestieren Sie bei Award-Vergebern, wenn sie die Websites von Tierhändlern und Massenzüchtern auszeichnen. Bewerben Sie sich für solche Awards nicht oder geben Sie die Awards unter Protest zurück!
    • Weisen Sie die Betreiber von privaten Homepages, die Links auf die Seiten von Tierhändlern und Massenzüchtern unterhalten, darauf hin, dass sie Beihilfe zur Verletzung von Tierrechten leisten. Bitten Sie darum, die in Frage stehenden Links zu löschen.
    • Melden Sie Webseiten, deren Angebot auf einen Tierhandel, eine Massenzucht oder tierquälerische Aktivitäten schließen lässt dem Tierschutzverein. Ganz einfach online - per Email!
    • Beschweren Sie sich bei seriösen Unternehmen, die ihre Produkte von Tierhändlern und Massenzüchtern vertreiben lassen und teilen Sie ihnen mit, dass Sie Produkte dieser Hersteller boykottieren werden.
    • Setzen Sie Links auf Tierschutz - Seiten wenn Sie eine eigene Webseite betreiben.
    • Bitten Sie ihre Freunde, Verwandten, Bekannten und Kollegen es Ihnen gleich zu tun.
    • Sagen Sie den "Anbietern" Ihre Meinung!

    Jede Email an einen Hundehändler hilft, und sei es nur deshalb, weil sie ihn Zeit kostet. Downloadzeit, Lesezeit und Zeit zum Abregen.

    Machen Sie Ihrem Ärger Luft - Schweigen hilft den Tätern, nicht den Opfern!-

    Je mehr ein Hundehändler unter öffentlichen Druck gerät, desto mehr Zeit muss er aufwenden, um seinen Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und desto weniger Hunde kann er vermehren und an den Mann bringen.

    (Quelle: Thomas Schoke (auszugsweise), bekannt als Buchautor und Hundekenner; welcher auch viele Seminare gibt.)