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  • Gesundheit des Hundes

    Mit der Zeit wird sich ein Hundehalter durch ständiges Beobachten mit dem natürlichen Verhalten seines Hundes vertraut gemacht haben. Für das Wohlergehen und die Gesundheit des Hundes kann man selbst viel tun. Der Hund braucht eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und natürlich viel Zuwendung. Man sollte das Tier nicht verweichlichen, nicht überfüttern und auch nicht in allzu überheizten, feuchten oder besonders kalten Räumen halten.

    Bei Hunden gibt es viele verschiedene Anzeichen für gesundheitliche Störungen, die leicht erkannt werden können: Futterverweigerung, Erbrechen, Fieber, Abmagerung, stark tränende Augen, Ausfluss aus den Ohren, warme trockene Nase, Schwellungen, blasse Innenseite der Lefzen und des Zahnfleisches, stumpfes Fell, starker Haarausfall, erhöhtes Schlafbedürfnis, Steifheit, häufiges Kratzen und Krämpfe. Nicht jedes dieser Anzeichen muss ein Hinweis auf eine Krankheit sein. Es kann sich auch um eine vorübergehende harmlose Erscheinung handeln. Dies zu unterscheiden ist oft nicht sehr einfach, vor allem für Hundebesitzer, die noch nicht über eine lange Erfahrung in der Haltung von Hunden verfügen. Das Sicherste ist, bei verdächtigen Anzeichen den Tierarzt zu Rate zu ziehen.
    Jeder Hundehalter sollte in der Lage sein, bei seinem Hund die Körpertemperatur, den Puls, die Atmung und die Kapillarfüllungszeit zu prüfen. Um eine Abweichung vom Normalwert zu erkennen, sollte man natürlich wissen, was als Normalwert gilt.

    Des Weiteren ist es wichtig, zu wissen, wie das Zahnfleisch eines gesunden Hundes auszusehen hat. Bis auf einige Ausnahmen (z.B. ChowChow) ist das Zahnfleisch eines gesunden Hundes kräftig rosafarben. Blasses Zahnfleisch kann ein Hinweis auf einen Schockzustand oder eine Anämie sein und gelbliche Verfärbungen deuten einwandfrei auf eine Erkrankung hin. Es ist ebenfalls wichtig zu wissen, wie die Kapillarfüllungszeit (Wiederauffüllen der Blutgefäße) bei einem gesunden Hund verläuft. Zu diesem Zweck presst man seinen Daumen kurz aber kräftig gegen das Zahnfleisch. An dieser Stelle weicht das Blut aus dem Gewebe und der Daumen hinterlässt einen weißlichen Abdruck. Im Normalfall sollte die gesunde Rosafärbung innerhalb von ein bis zwei Sekunden wieder zurückkehren. Falls die Druckstelle deutlich länger sichtbar ist und die Durchblutung verlangsamt zurückkehrt, kann das ein Zeichen für einen Krankheitsfall oder Schockzustand sein.

    Die richtigen Köperwerte eines Hundes


    • Körpertemperatur: 38-39°C ist normal.
    • Pulsfrequenz (Herzschlag) bei kleinen Hunden und Welpen: Ca. 80-120 Schläge pro Minute.
    • Pulsfrequenz (Herzschlag) bei großen Hunden: Ca. 80-140 Schläge pro Minute
    • Atemfrequenz bei kleinen Hunden und Welpen: Ca. 30-50 Atemzuge pro Minute
    • Atemfrequenz bei großen Hunden: Ca. 20-30 Atemzuge pro Minute



    Wenn dein Hund unlustig ist, nicht fressen will und sich anders verhält als normalerweise, können das die Anzeichen für eine Krankheit sein. Als Erstes solltest du bei deinem Hund im After die Temperatur messen. Bitte fette die Thermometerspitze ein. Die normale Temperatur liegt zwischen 38.0°C bis 38.6°C. Sollte die Temperatur darüber liegen oder du andere Krankheitszeichen erkennen, notieren dir diese und kontaktiere einen Tierarzt umgehend .

    Achte darauf wie der Kot aussieht, schau ob sich die Gangart verändert hat und ob der Urin normal aussieht.

    Bitte versuche nicht, deinen Hund mit Hausmittelchen oder Medikamenten aus der Humanmedizin selbst zu kurieren, sofern dies nicht ausdrücklich vom Tierarzt angeraten wurde oder du das Wissen darüber verfügst. Was für den Menschen heilend wirkt, kann für den Hund tödlich sein.

    Hast du einen älteren Hund? Ältere Hunde sind im Allgemeinen anfälliger. Lasse jährlich den Urin untersuchen, so können Krankheiten früher erkannt werden. Scheint dein Hund plötzlich still und träge zu sein, so schiebe das nicht auf das Alter. Hunde äußern Dauerschmerz oft durch Stillschweigen aus.

    Im jungen Welpenalter sollten die Schutzimpfungen gegen ansteckende Hundekrankheiten (Tollwut, Zwingerhusten, Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvo usw.) durchgeführt werden. Bitte achten darauf, dass dein Welpe zum Zeitpunkt des Impfens vollkommen gesund ist. Und vor allem frei von Würmern und Ungeziefer.

    Gesundheitszustand deines Hundes
    Im folgenden Abschnitt sind ein paar Anhaltspunkte aufgelistet, an denen du einschätzen kannst, ob dein Hund gesund ist. EnglischeBulldogge.de behält sich Irrtümer vor; die folgenden Abschnitten ersetzen keinen Tierarztbesuch, sondern sollen lediglich aufklären.

    Das Fell glänzt bei einem gesunden Hund immer, egal ob die Rasse über Langhaarfell, Kurzhaarfell, Unterfell oder kein Unterfell verfügt. Die Haut unter dem Fell fühlt sich weich und geschmeidig an. Wenn sich die Haut beim Zusammendrücken einer Hautfalte sofort wieder glättet, ist auch der Flüssigkeitshaushalt des Hundes in Ordnung.

    Der Hund sollte Appetit zeigen - allerdings gibt es da Unterschiede (vom Schlinger bis zum Sortierer) - doch jeder Halter kennt das Fressverhalten seines Hundes und bemerkt, wenn es von der Norm abweicht. Wenn dein Hund auf einmal geringeres Interesse an seinem Futter zeigt, könnte das ein Anzeichen für eine Erkrankung sein, besonders, wenn es sich um eine Magen-Darm-Verstimmung oder Fieber handelt. Sollte dein Hund komplett das Futter verweigern, fahre bitte umgehend zu Ihrem Tierarzt.

    Die Augen sollten klar und ohne Tränenausfluss sein. Auch eine starke Rötung deutet auf eine Erkrankung hin.

    Das Gewicht ist von Hunderasse zu Hunderasse unterschiedlich. Doch sollte es so sein, dass eine Taille vorhanden ist und dass die Rippen gut zu fühlen sind. Bei manchen kurzhaarigen Rassen (z. B. Greyhounds) dürfen die Rippen zu sehen sein. Wirkt der Hund insgesamt zu knochig oder schwammig, muss an der Figur gearbeitet und die Fütterung überdacht werden. Allerdings sollten Krankheiten immer ausgeschlossen werden können.

    Der Kot sollte von fester Konsistenz sein, leicht glänzend. Die Farbe kann sich von hell- und dunkelbraun oder sogar bis rot ändern. Es kommt immer darauf an, mit welchem Futter du deinen Hund fütterst. Nicht normal ist es, wenn der Kot eine tiefschwarze Farbe hat, das kann ein Anzeichen für Blutungen im Magen-Darm-Trakt sein. Wenn der Stuhl ab und an einmal weicher ist, ist das ganz normal und kein Zeichen zur Beunruhigung. Sollte dies jedoch länger anhalten und sogar in Durchfall übergehen, begebe dich bitte zum Tierarzt. Ebenfalls solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt gehen, wenn er sich zu sehr anstrengen muss beim Koten. Das kann ein Zeichen einer Verstopfung sein.

    Die Nase deines Hundes sollte feucht und kalt sein. Es ist normal, dass sie im Schlaf oder bei großer Hitze ein wenig antrocknet.

    Die regelmäßige Kontrolle der Ohren und eventuelle Reinigung ist sehr wichtig. Ein gesundes Ohr ist frei von Ohrschmalz und hat einen leichten Glanz. Strömt aus den Ohren ein unangenehmen Geruch oder/ und sondert eine braune oder schwarze, zähe Flüssigkeit ab, kratzt sich der Hund wiederholt die Ohren oder schüttelt diese ständig, so kontaktiere deinen Tierarzt. Diese Anzeichen können ein Hinweis auf eine Entzündung, Parasitzenbefall, Fremdkörper oder Allergie sein.

    Das Verhalten
    Wenn dein Hund gesund ist, siehst du ihm die Lebensfreude regelrecht an. Das Fell glänzt, die Rute wedelt aufgeregt von links nach rechts, seine Augen glänzen und er trägt seinen Kopf hoch.

    Die Zähne und das Zahnfleisch
    Bei einem gesunden Hund glänzt das Zahnfleisch und ist fest mit den Zähnen verbunden. Hunde mit hellem Fell haben rosa Zahnfleisch, dunklere Hunde haben meist dunkle Flecken im Zahnfleisch. Die Zähne sollten weiß und glänzend sein und vor allem keine Ablagerungen an den Rändern haben. Der Atem eines Hundes besitzt zwar einen für den Menschen eher unangenehmen Geruch, man sollte es jedoch problemlos erkennen, falls es sich um Mundgeruch handelt. Er riecht beißend. Es ist ratsam, deinen Tierarzt im Falle von Mundgeruch aufzusuchen, damit eine innere Erkrankung oder Zahnprobleme ausgeschlossen werden können. In vielen Fällen ist das Hundefutter der Verursacher.

    Die Zehen
    Dass die Krallen zu lang sind, erkennst du daran daran, dass man ein deutliches Klackern auf dem Boden hört, wenn der Hund auftritt. Zu lange Krallen können schmerzhaft sein und auch Fehlstellungen verursachen.

    Stelle deinen Hund auf einen ebenen Boden. Wenn die Krallen den Boden berühren, ist es an der Zeit, deinem Vierbeiner die Krallen zu schneiden. Du kannst die Krallen durchaus selbst schneiden; wenn du dir nicht sicher bist, ob du alles richtig machst, lasse es dir von einem Tierarzt zeigen oder lasse die Schneidung von ihm durchführen.

    Impfungen
    Das Wichtigste, worauf du bei der Grundimpfung achten musst, ist das Mindestalter - es muss zwingend eingehalten werden. Der Hund muss zudem frei von Krankheiten sein. Der Tierarzt untersucht vor der Impfung das Herz, Kreislauf etc. Das Immunsystem muss stark genug sein, um Antikörper bilden zu können. Bitte entwurme mind. 14 Tage vor der Impfung deinen Hund. Eventuell ist eine Anti-Floh Behandlung vor der Wurmbehandlung notwendig.

    Alle Hunde, die zum ersten Mal geimpft werden, bekommen einen Impfpass. In vielen Fällen wird gleich ein EU-Impfpass erstellt.

    In dem Impfpass werden folgende Dinge eingetragen:

    • die Adresse des Hundehalters
    • die Beschreibung des Hundes
    • das Datum der Impfung
    • der verwendete Impfstoff sowie die Chargenbezeichnung
    • eventuell Gesundheitsbescheinigungen vom Amtstierarzt

    Bitte bewahre den Impfpass sorgfältig auf und bringe ihn bei jedem Tierarztbesuch mit. Nach der Tollwutimpfung werden oftmals Impfplaketten ausgestellt, diese werden am Halsband deines Hundes befestigt. Bitte beachte, dass die Tollwutplakette lediglich eine Information darstellt und kein Ersatz für den Impfpass ist.

    Grundimpfung beim Hund
    Eine Grundimpfung wird in der Regel im Alter von 8-9 Lebenswochen gestartet. Hierbei wird gegen nachstehende Krankheiten geimpft:

    • Parvovirose (Katzenseuche des Hundes)
    • Zwingerhusten - nicht unbedingt, nur auf Wunsch, bzw. wenn es gerade umgeht. Der Schutz ist nie 100 Prozent, ist aber empfehlenswert.
    • Staupe
    • Hepatitis
    • Leptospirose (auch 'Stuttgarter Hundeseuche' genannt)

    Etwa 4-5 Wochen später erfolgt die 2. Impfung. Dann wird geimpft gegen:

    • Parvovirose
    • Zwingerhusten
    • Staupe
    • Hepatitis
    • Leptospirose
    • Tollwut

    Wiederholungsimpfungen beim Hund
    Um einen andauernden Impfschutz sicherzustellen, muss eine Impfung bei jedem Hund jährlich wiederholt werden. Hierbei sind die gesetzlichen Bestimmungen im Reiseverkehr zu berücksichtigen. Bei der jährlichen Wiederholungsimpfung wird geimpft gegen:

    • Parvovirose
    • Zwingerhusten
    • Staupe
    • Hepatitis
    • Leptospirose
    • Tollwut

    Zusätzliche Impfungen beim Hund
    Unter bestimmten Umständen ist es wichtig, den Hund zusätzlich gegen folgende Krankheiten impfen zu lassen:

    • Zeckenexposition
    • Borreliose

    Klären mit deinem Tierarzt ab, welche zusätzlichen Impfungen durchgeführt werden und in welchen Zeitabständen geimpft werden soll. Auch bei älteren Hunden ist es nie zu spät, eine Impfung durchzuführen. Es sollte berücksichtigt werden, dass eine Grundimmunisierung auch bei älteren Hunden erforderlich ist.