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  • die Erziehung eines Hundes

    Über die Erziehung von Hunden gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Wird einmal davon abgesehen, dass generell Einigkeit herrscht, dass ein Hund prinzipiell stubenrein sein sollte, gehen die weiteren Ansichten doch sehr auseinander.

    Es gibt Menschen, die die Einstellung vertreten, dass ein Hund aufgrund seiner Abstammung ein Wildtier ist und die Erziehung durch den Menschen die natürlichen Instinkte unterdrücken würde und dass das Bemühen einen Hund zu erziehen, nur dem Zweck dienen würde, den Hund allzu sehr zu vermenschlichen, weil man zwar mit dem Tier, nicht jedoch mit dessen tierischen Verhalten leben möchte. Oft wird auch behauptet, dass die Erziehung bei Hunden unter einem Jahr sinnlos ist, da der Welpe vorher nicht lernfähig sei.

    Man sollte aber bedenken, dass ein gewisser Grad an Erziehung notwendig ist um ein möglichst harmonisches Zusammenleben zu praktizieren. Ein paar Grundregeln sollten dabei eingehalten werden, diese schaden dem Hund nicht und machen noch lange keinen Menschen aus ihm. Und je früher man mit der Erziehung beginnt, desto leichter geht das Lernen voran. Wenn man eine Hündin beim Umgang mit ihren Welpen beobachtet, wird man schnell feststellen, dass auch diese nicht erst nach einem Jahr mit der Erziehung anfängt, sondern die Welpen praktisch vom ersten Tag an lernen müssen.

    Die Erziehung eines Hundes erfordert in erster Linie viel Geduld und Verständnis. In welchem Grad ein Hund erzogen wird, sollte jeder Halter für sich entscheiden, wobei allerdings eine gewisse Grundausbildung nötig ist, um sich problemlos in der Öffentlichkeit bewegen zu können. Dazu gehört in erster Linie die Sozialisierung mit anderen Hunden und Menschen.

    Auch wird es sicher das eine oder andere Mal vorkommen, dass der Hund unduldsames Verhalten an den Tag legt. Eine Bestrafung sollte keinesfalls in Form von Schlägen, Futterverweigerung oder Einsperren erfolgen, da dem Hund solche Sachen naturgemäß fremd sind. Wichtig ist, dass eine Bestrafung und ebenso die Belobigung unmittelbar auf die Handlung zu folgen haben. Es ist völlig unwirksam den Hund zu bestrafen, wenn man nach Hause kommt und die Wohnung verwüstet vorfindet. Der Hund kann den Zusammenhang zwischen der Tat und dem viel später folgenden Tadel nicht begreifen und fühlt sich ungerechterweise bestraft. Geschieht so etwas öfter, bringt der Hund die Bestrafung mit dem Nachhausekommen in Verbindung und wird sich, statt dem Besitzer freudig entgegenzueilen, eher aus Angst in einer Ecke verkriechen.

    Zu der Erziehung gehört auch die Sozialisierung. Unter Sozialisierung versteht man, dem Hund Gelegenheit zu geben, sich unter seinen Artgenossen zurechtzufinden. Unter Hunden gelten eigene Gesetze und Verhaltensweisen, die ein junger Hund erst lernen muss. Eine gewisse Erziehung bekommt er bereits bei seiner Mutter und seinen Geschwister. Aber auch danach muss er Kontakt mit möglichst vielen Artgenossen bekommen, um seinen Platz in einer Hundegruppe zu finden und zu lernen, wie er sich zu verhalten hat.

    Dies kann er nur lernen, wenn man ihm Gelegenheit gibt, mit anderen Hunden zu spielen, zu rangeln und zu kommunizieren. Hunde, die immer nur an der Leine schnell an ihren Artgenossen vorbeigezerrt werden, entwickeln irgendwann eine Verhaltensstörung und werden agressiv oder überängstlich.

    Eine schöne Gelegenheit, Welpen zu sozialisieren, sind Welpenspielstunden in Hundeschulen. Dort wird unter Aufsicht gespielt und gelernt, das macht Hund und Mensch viel Spaß.