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  1. #1
    Bully-Senior Avatar von Bullidiva
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    Die Vermenschlichung des Hundes

    Viele beklagen heute, dass Hunde vermenschlicht würden. Früher wäre ein Hund noch wie ein Hund behandelt worden, also artgerecht.
    Was sie oft damit meinen ist, dass ein Hund früher draußen oder im Zwinger lebte, Essenreste zugeschmissen bekam und Haus und Hof bewachen sollte oder mit auf die Jagd genommen wurde. Er bekam kein Mäntelchen im Winter oder bei Regen oder einfach weil es schick war, er wurde nicht herumgetragen, gebürstet oder gestreichelt, er durfte nicht auf dem Sofa oder gar im Bett liegen, bekam keinen Pool, Spielzeug oder durfte Teller ablecken, wurde nicht zum Frisör geschickt und mit Leckerlis und Biofutter vollgestopft, ging nicht zur Physio, Hundeschule oder zum Psychologen.
    Ich persönlich finde auch, dass Hunde vermenschlicht werden, allerdings aus keinem der oben aufgezählten Gründe.
    Hunde haben sich im Laufe der Jahrtausende dem Menschen angepasst und der Mensch hat durch gezielte Züchtung alles gegeben, den Hund so abhängig von sich zu machen, dass er ohne ihn und seine Nähe als Art nicht überleben kann. Insofern gehört es zur „artgerechten“ Entwicklung des Hundes dazu, heute eng mit dem Menschen verbandelt zu sein und in seinem Haus zu leben. Die Industrialisierung hat den Hund zudem als Arbeitsgerät überflüssig gemacht, so dass die Funktion des Arbeitshundes durch den Familienhund abgelöst wurde. Wir halten unsere Hunde, weil wir Freude an ihnen haben, im Regelfall nicht jedoch weil sie für uns arbeiten sollen. Wir gehen dadurch eine viel emotionalere Bindung mit ihnen ein, weshalb es uns auch wichtig ist, dass es ihnen gut geht. Sie sind nicht einfach ersetzbar geworden, sie gelten als Familienmitglieder. Wir erkennen in ihnen individuelle, fühlende Lebewesen mit Bedürfnissen, Vorlieben und Abneigungen. Also sorgen wir auch dafür, dass sie nicht frieren oder schwitzen müssen, dass sie körperlich und geistig ausgelastet werden und sie ein glückliches Hundeleben führen. Wir teilen unseren Lebensraum mit ihnen und so ist unser Lebensraum heute für Hunde auch "artgerecht". So wie wir nicht mehr in Höhlen leben, lebt der Hund heute nicht mehr vor der Tür, sondern dahinter.
    Der Begriff „Vermenschlichung“ wird meiner Meinung nach oft mit „moralischer Verantwortung gegenüber einem abhängigen Schutzbefohlenen“ verwechselt.
    Trotzdem vermenschlichen wir unseren Hund sehr häufig - auf einer ganz anderen Ebene.
    Wir verlangen von ihm, Mensch zu sein!
    Er soll unsere Sprache verstehen, möglichst intuitiv. Er soll alles das gern machen, was wir gerne machen, wie zum Beispiel uns in die volle Stadt zu begleiten oder ins laute Restaurant. Er soll unauffällig und leise sein und sich mit allen gut vertragen, er soll bei Fuß gehen und seine Welt ignorieren, er soll uns anschauen, uns "lieben" und sich stark an uns "binden".
    Und wir vermenschlichen ihn auch, weil wir von ihm glauben, menschlich zu sein!
    So unterstellen wir ihm sehr häufig, dass er „Chef“ sein will, weil er oft auf dem Sofa liegt, als erster durch die Tür rennt oder sein Spieli verteidigt. Wir behaupten, er würde uns „kontrollieren“, weil er uns überall hin folgt. Wir sagen, er wäre mal wieder „stur“ oder wolle uns „ärgern“, weil er nicht zurückgerannt kommt, wenn wir ihn rufen, sondern lieber weiter nach Mäusen buddelt oder mit den Kumpels spielt. Wir halten ihn für „frech“ und „respektlos“, wenn er an uns hoch springt und für „eigensinnig“ wenn er sich nicht setzt, obwohl wir es - vielleicht nicht unbedingt genügend trainiert - aber es auf jeden Fall befohlen haben.
    Für mich bedeutet Vermenschlichung, wenn wir dem Hund also menschliche Begehrlichkeiten und Charaktereigenschaften zuordnen - und es oft nicht einmal merken. Es kommt uns ohne zu zögern und ohne nachzudenken über die Lippen. Dominanz, hierarchisches Denken, Führungsanspruch, Kontrollsucht, Eigensinnigkeit, Faulheit, Hinterlist, Boshaftigkeit, Absicht, Dummheit – die Liste der scheinbar hundlichen, doch eigentlich ziemlich menschlichen Eigenschaften ist lang.
    Wir tun das, weil wir Menschen sind und nichts anderes kennen. Wir vergleichen das Verhalten des Hundes mit uns bekanntem, also menschlichem Verhalten und ziehen daraus unsere Schlüsse. Wir gucken durch die Menschenbrille.
    Dabei wäre es für uns manchmal sehr viel einfacher, würden wir unsere menschlichen Attribute bei der Beschreibung des Hundes über Bord schmeißen. Eine vorurteilsfreiere Sicht auf die Dinge könnte unser Leben ganz schön vereinfachen.
    Was wäre nämlich zum Beispiel, wenn der Hund uns gar nicht „kontrollieren“ will, sondern über die Domestikation dazu gezüchtet wurde, sich eng an den Menschen zu binden und eine Trennung von ihm – die nur kurz sein mag – unangenehme Gefühle weckt? Was ihn wiederum regelmäßig dazu bringt – obwohl er zum Beispiel total müde ist - sein natürliches Ruhebedürfnis zu ignorieren, nur um uns nah zu sein.
    Was wäre, wenn der Hund auf dem Sofa liegt, nicht etwa um uns zu signalisieren, dass er der „Chef“ sein möchte, sondern weil es dort so sackbequem, kuschelig und warm ist? Ebenso wie er gern auf dem Steinboden liegt, nicht weil er sich uns dann doch plötzlich unterwirft, sondern weil der im Sommer so schön kühlt?
    Was wäre, wenn der Hund gar nicht „stur“, „eigensinnig“ oder „widerspenstig“ wäre und sich nur deswegen nicht hinsetzt, obwohl wir es verlangt haben, weil die Wiese unter ihm nass ist und er einen nassen Hintern nicht leider kann, der Asphalt zu heiß, der Rücken schmerzt, die Aufregung zu groß ist oder er es nie wirklich gelernt hat?
    Was wäre, wenn der Hund uns anspringt, nicht, weil er sich „respektlos“ benimmt, sondern weil das seine Art ist Freude auszudrücken und wir ihm nicht konsequent beigebracht haben, unten zu bleiben?
    Was wäre, wenn Hunde gar nicht – wie wir Menschen - führen wollen, sondern einfach nur abwägen, welches Verhalten ihnen Bedürfnisbefriedigung, Komfort, Sozialkontakt oder Sicherheit bringt?
    Würde uns dieser Denkansatz nicht auf einen Schlag viel weiterbringen, da er ja gleich einen Lösungsansatz mitliefert, statt mit scheinbarer Sturheit und Eigenwilligkeit zu hadern?
    Eigentlich sollte uns eine einzige Frage beschäftigen: Stört uns das Verhalten des Hundes oder können wir damit leben?
    Wenn es uns stört, trainieren wir mit dem Hund und bringen ihm bei, das Verhalten nicht mehr zu zeigen.
    Stört es uns nicht, dann latscht er eben mit aufs Klo und fühlt sich dort wohl, selbst wenn’s stinkt. Würde es ihn übrigens stören, dann würde er gehen.
    So „egoistisch“ sind unsere „undankbaren“ Hunde! Oder vielleicht einfach nur bedürfnisorientiert.
    Natürlich gibt es heute viele wissenschaftliche Studien, die untersucht und herausgefunden haben, wie unsere Haushunde denken, fühlen und leben und die auch beweisen, dass Hunden diese menschlichen Attribute fehlen – eben weil sie Hunde sind und ihre Evolution ganz anders verlaufen ist, als die des (hierarchisch strukturierten) Menschen.
    Glücklicherweise muss man diese Studien aber nicht kennen, um einen Hund besser zu verstehen.
    Wir sollten einfach ab und an mal versuchen, die Menschenbrille abzulegen. Die Welt eines Hundes sieht dann plötzlich gar nicht mehr so bedrohlich für uns aus

    Gefunden im Inet bei:
    nicht nur hund - hundeschule willi wollmatingen auf Fb

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    Liebe Grüsse von Martina und den Bullymädels

    Manchmal rede ich mit mir selbst. Und dann lachen wir beide.

  2. #2
    Bully-Medicus honoris causa
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    Wunderbar geschrieben!

    Mein Julchen ist normal, wenn sie die Amsel spannender findet, anstatt auf mein blödes "Jule komm!" zu reagieren. Und ICH bin auch normal - wenn ich erkennen muss, dass eine Amsel tatsächlich spannender ist, als ich. Auf diese Art und Weise verstehen wir uns prima und sind miteinander glücklich.

    Ach ja, noch was: Manchmal kommt sie sogar. Aber nur wenn...
    Sch.... Amsel.

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  3. #3
    Gnadenhof Hazienda "Irisbichl" Avatar von 0401
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    Oh du Heiland, und ich dachte schon da käm was von wegen: der Hund darf nicht ins Bett und nicht aufs Sofa!!!


    Wirklich schön geschrieben und schön, dass ich mich doch nicht aufregen muss

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    LG Iris

  4. #4
    Herminatorin Avatar von BullyMom
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    Ich reg mich da auch immer wieder auf... Was ist denn Vermenschlichung? Das sagen doch meist die, wo der Hund nicht als vollwertiges Familienmitglied gesehen wird. Aber mein Hund ist ein fester Teil von uns. Wie mein Mann und die Kinder.

    Mein Hund darf aufs Sofa, und ins Bett, ich hab sicher auch mal "Komm zur Mama!" gesagt. Mach ich damit meinen Hund zum Mensch? Ich denke nicht. Mein Hund frisst aus seinem Napf, geht Gassi und kann bellen. Er versucht weder die Weltherrschaft an sich zu reißen, noch zu sprechen Ich bin auch kein Rudelführer, weil ich nämlich kein Wolf und kein Hund bin. Und ich denke das ein Hund sehr wohl zwischen Mensch und Hund unterscheiden kann. Wäre ich nämlich ein Rudelführer, gäbe es eine Hackordnung, Machtkämpfe, Verstoßungen. Aber ich bin ein Mensch und mein Hund ein Hund. Ganz einfach. Trotz Hundekind und Hundemama als Bezeichnungen und obwohl er auf Couch und Bett darf.

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    LG Simone, Sascha, Kinder und last but not least Hermann



    Hermans Devise lautet "man kann ALLES essen, die Frage ist nur wie es schmeckt!"
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    http://www.hundefuttertests.org/
    http://propolis.heilen-mit-naturheil...e/krankheiten/


  5. #5
    Bully-Medicus honoris causa
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    Also bitte! Hunde könnten bestimmt auch sprechen - wenn wir es ihnen beibringen würden! Wobei ich mich da entschieden verweigere; Julchen und sprechen... das wäre nicht auszuhalten!!

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  6. #6
    Herminatorin Avatar von BullyMom
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    Also wenn Hermann sprechen könnte... dann gute Nacht! Da käme bestimmt nicht immer was gutes bei raus

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    LG Simone, Sascha, Kinder und last but not least Hermann



    Hermans Devise lautet "man kann ALLES essen, die Frage ist nur wie es schmeckt!"
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  7. #7
    Bullyknutscherin Avatar von roses
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    Wirklich ein sehr toller Text!!!
    Irgendwie vermenschlichen tun wir wohl alle...aber ich denke das man doch noch einen rellen Bezug zum Thema Hund hat. Wir kümmern uns um unser Familienmitglied so wie um jedes andere auch. Hab ich halt nen Hund als Baby...aber ich weiß trotzdem noch, dass er ein Hund ist

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    LG by Julia

    "Wie viele Tabletten hast du heute eigentlich schon genommen?!" "Pssssssst! Sprich nicht so laut, du verscheuchst das Einhorn!"

  8. #8
    Bully-Senior Avatar von Bullidiva
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    ......und es macht riesigen Spass alles mal durch die "Hundebrille" zu betrachten

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    Liebe Grüsse von Martina und den Bullymädels

    Manchmal rede ich mit mir selbst. Und dann lachen wir beide.

  9. #9
    Bully-Welpe Avatar von hartemute
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    moin,
    ich finde den Artikel gut, jedoch ein wenig zu kurz gegriffen.
    Vermenschlichung bedeutet meiner Meinung nach, dass Hunden menschliche Gefühle und Eigenschaften unterstellt werden, die dann zwangsläufig zu falschen und mitunter tierschutzrelevanten für den Hund gefährlichen Ergebnissen führen. Aber auch für den Menschen könnte es fatale Folgen haben z.B. wenn der Hund den Menschen angreift.
    Dafür könnte sich jeder Hundebesitzer damit auseinandersetzen, wie Hunde eigendlich "ticken", so sind sie durchaus sozial hierarchisch veranlagt und es gibt häufig eine Kumulation von gezeigtem Verhalten wenn er z.B. der Chef sein möchte/sein muss usw. Eine Chefallüre könnte mitunter das Liegen auf dem Sofa sein und andere, die dann vielleicht nicht so auffallen bzw. stören.
    Hierfür nutzt es allerdings nichts, wenn ich ihm in meinem Menschverhalten z.B. stundenlange Abhandlungen über gewünschtes Verhalten doziere oder gar gewalttätig dem Hund gegenüber bin, sondern muss es ihm auf die ihm verständliche Art zu verstehen bringen.
    Mein "Leitsatz" im Verhalten zu Hunden ist also:
    Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen.
    Ziehen Sie statt dessen doch mal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.

    P.S. Hartemute darf manchmal mit aufs Sofa, wenn ich ihm die Erlaubnis gebe (das war eine wirkliche Herausforderung, weil er das anders kannte). Ansonsten suhle ich mich mit ihm auf dem Boden oder er kann auf seinen Sessel gehen.
    Hartemute darf manchmal als erster durch die Tür, manchmal aber auch nicht.
    Hartmute bekommt sein Essen erst, wenn ich ihm das erlaube.
    Hartemute darf mich nicht anspringen.
    Hartemute darf sich bei "Jagdausflügen" natürlich auch festschnüffeln oder festgucken, aber er darf nicht erwarten, dass ich auf ihn warte. Es ist seine Aufgabe und auch seine Veranlagung, darauf zu achten, dass er beim Rudel/Chef bleibt (natürlich wird von mir vorher die Umgebung gecheckt.)
    Kleine Dinge, die jedoch im Ganzen gesehen eine Wirkung auf den Hund haben, weil es halt in seiner Denkweise so verhaftet ist und ihm zeigen sollen, dass ich hier das Rudel anführe. Ich bin der tiefen Überzeugung, dass ich nur unter der Prämisse, ein für beide befriedigendes Zusammenleben in jeder möglichen Situation habe, weil nichts ist schlimmer, wenn der Hund denkt, dass er der Anführer ist. Was auch eine komplette Überforderung für ihn darstellen würde. (Dinge wie "sitz" und "platz" stellen dabei nur die Kür dar.)
    Aus menschlicher Sicht betrachtet, fühlt es sich hier und da "hart und unmenschlich" an, aber eben nur aus menschlicher Sicht.
    Hartemute hat mir anfänglich deutlich zu verstehen gegeben, dass ich ihn nicht bürsten darf. Erst nach ca. 2 Monaten hat er mir das erlaubt. Das werte ich jetzt auch mal als Zeichen, dass er verstanden hat und es war auch der Zeitpunkt, an welchem sich hier sein Verhalten extrem verändert hat und es viel entspannter hier in der Hütte zugeht.....
    Sorry, ich bin da auch ein kleiner Hardliner, das muss ich zugeben. Aber, es ist so wie es ist und ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.

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  10. #10
    Gnadenhof Hazienda "Irisbichl" Avatar von 0401
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    Und wie bitte kannst du Rudelführer sein als Mensch?

    Ich finds so witzig dass das noch immer in den Köpfen verankert ist: wer als erstes durch die Türe geht ist Chef


    Das A und O in der Hundehaltung ist, dass der Mensch souverän ist. Dass der Mensch dem Hund Sicherheit gibt. Dass der Mensch die Hunde lesen kann und somit auch bei Hundebegegnungen richtig reagiert. Dass sich der Hund auf seinen Menschen verlassen kann. Dass der Mensch nicht hektisch ist. Dass der Mensch auf seinen Hund achtet und sich immer klar ausdrückt.

    Und dann ist es scheixxegal ob der Hund als erstes durch die Tür geht oder nicht.

    Mich gruselts immer wenn ich das alles höre. Hund darf nur auf Kommando aufs Sofa...Weist du was einen souveränen Menschen ausmacht? Wenn der Hund auf ein freundliches!!!! "runter" wieder vom Sofa geht... Nicht dass er nicht drauf geht, sondern dass er den Platz wieder frei macht!

    Du sollst nicht das Rudel anführen sondern ihm Sicherheit geben, das sind zwei Paar Stiefel. Mir tun die Hunde immer leid wenn der Mensch meint, ständig einen Machtkampf ausüben zu müssen.

    Wie bei der Bundeswehr, mich gruselts...

    "Hartemute hat mir anfänglich deutlich zu verstehen gegeben, dass ich ihn nicht bürsten darf. Erst nach ca. 2 Monaten hat er mir das erlaubt."
    Der wird dir halt nicht vertraut haben, das ist alles. Vertrauen muss man sich erst verdienen.

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    LG Iris

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