Schon registriert?
Registrieren

Passwort vergessen??

Usernamen vergessen?

Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    Bully-Junior Avatar von dingo
    Registriert seit
    09.03.2008
    Ort
    Heilbronn
    Beiträge
    280

    aktuelles Thema : Die Zecke

    Zecken - Entwicklungszyklus, Nahrungsaufnahme und Lebensraum

    Weltweit gibt es mehr als 800 verschiedene Zeckenarten. Bei allen handelt es sich um Parasiten, die innerhalb der Klasse der Spinnentiere zur Gruppe der Milben gehören.

    Die meisten Zecken sind sogenannte Ektoparasiten von Wirbeltieren, mit anderen Worten: Sie ernähren sich von ihren Wirten, dringen aber nicht in diese ein. In Europa stammen die meisten Zecken aus der Familie der Schildzecken, deren bekanntester Vertreter der "gemeine Holzbock" ist. Eine zweite große Familie bilden die Lederzecken, sie kommen jedoch überwiegend in den Tropen und Subtropen vor.

    Drei Entwicklungsstadien

    Der Entwicklungszyklus der Schildzecke dauert ein bis drei Jahre, wobei sie drei Entwicklungsstadien durchläuft: Aus den Eiern, die das Weibchen in Paketen zu etwa 2.000 Stück beispielsweise an den Unterseiten von Grashalmen ablegt, schlüpft jeweils eine sechsbeinige Larve. Diese sucht sich nach wenigen Tagen einen Zwischenwirt (z.B. Nagetier), an dem sie sich festsaugt, um innerhalb von zwei bis drei Tagen ausreichend Blut aufzunehmen. Nach dieser Mahlzeit lässt sich die Larve fallen und häutet sich einige Monate später zur achtbeinigen Nymphe.

    Die Nymphe sucht sich entweder sofort einen weiteren, größeren Zwischenwirt (z.B. Katze) und saugt ebenfalls dessen Blut, oder sie tritt zunächst in ein Ruhestadium ein und sucht sich den Zwischenwirt erst im nächsten Frühjahr. Nach der Sättigung erfolgt eine weitere Häutung zum erwachsenen Tier. Dieses befällt seinen Endwirt (z.B. Mensch), lässt sich nach seiner letzten Blutmahlzeit fallen und sucht einen Partner, um sich zu paaren. Das Weibchen legt kurz darauf bis zu 3.000 Eier ab. Die Weibchen sterben nach der Eiablage, die Männchen bereits nach der Begattung.

    Blutsaugen wie bei Insekten

    Der Akt des Blutsaugens ist bei den Zecken ähnlich wie bei blutsaugenden Insekten, doch die Zecke benötigt viel mehr Blut und saugt daher teilweise über mehrere Tage. Dafür sucht sie sich am Wirt eine geeignete, dünnhäutige, feuchte, gut durchblutete und geschützte Stelle. Den Menschen sticht sie besonders gerne in die Kniekehlen, zwischen den Beinen, unter den Armen und im Nacken sowie am Haaransatz. Dabei wird zunächst ein Sekret abgegeben, das mehrere Komponenten enthält, um die Blut- bzw. Nahrungsaufnahme zu ermöglichen:

    Gerinnungshemmer: verhindert eine Verstopfung des Saugrüssels und steigert den Blutfluss in Richtung Einstichstelle
    Klebstoff: verankert den Stechapparat in der Haut zusätzlich zu den Widerhaken
    Betäubungsmittel: macht die Einstichstelle unempfindlich, sodass die Zecke unbemerkt mehrere Tage beim Wirt Blut saugen kann
    Entzündungshemmer: verhindert die Stimulation der Immunabwehr an der Einstichstelle

    Zecken können Infektionskrankheiten übertragen

    Mit ihrem Stich können die Zecken Infektionskrankheiten übertragen, wenn sie die entsprechenden Krankheitserreger in sich tragen. Dabei zirkulieren die Krankheitserreger zwischen den Zecken und ihren Wirten. In Deutschland steht die Übertragung von FSME-Viren (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder Borreliose-Bakterien durch die Schildzecke im Vordergrund.

    Die Krankheitserreger gelangen beim Zeckenstich in die Blutbahn des Menschen und können so die Krankheit auslösen. In den FSME-Endemiegebieten, die sich vor allem in Süd- und Ostdeutschland befinden, sind ca. 0,1-5% der Zecken mit dem Virus infiziert. Von Borreliose-Bakterien können hingegen in allen Teilen Deutschlands 10-35% der Zecken befallen sein.

    Zecken benötigen Feuchtigkeit und Wärme

    Schildzecken sind während der kalten Jahreszeit inaktiv und halten sich in den oberen Bodenschichten auf. Auf Wirtssuche gehen sie erst ab Lufttemperaturen von sieben bis zehn Grad Celsius, sodass ihre Aktivität normalerweise im März beginnt und im November endet. In dem milden Winter 2006/2007 wurden allerdings nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Berlin noch bis Mitte Januar aktive Zecken nachgewiesen.

    Neben einer genügend hohen Temperatur benötigen Schildzecken ausreichend Feuchtigkeit. Daher begünstigen warme Winter und feuchte Sommer ihre Ausbreitung. Typische Lebensräume sind hohes Gras, lichte Wälder, insbesondere Laubwälder und Büsche. Meist halten sich die Zecken in einer Höhe auf, die der Größe des potenziellen Wirtes entspricht. Sie sitzen auf Blättern oder Zweigen und werden von ihren Wirten abgestreift, wenn sich diese durch die Pflanzen bewegen. Die weit verbreitete Ansicht, dass sich Zecken von Bäumen herabfallen lassen, trifft dementsprechend in der Regel nicht zu. In den Bergen, in Höhen oberhalb von 1.000-1.200 Metern, kommen Zecken nicht vor.




    Anzeige 28.04.2009
    © Lifeline.de
    GMX > Startseite > Themen > Wissen > Tiere

    0 Nicht möglich! Nicht möglich!
    Gruss Petra+Kai


  2. #2
    Administrator Avatar von Tina77
    Registriert seit
    01.03.2008
    Ort
    Pfinztal
    Beiträge
    11.908
    Ein sehr interessanter Bericht, danke Kai!

    0 Nicht möglich! Nicht möglich!
    LG, Tina mit Nero und Mia

  3. #3
    Loy
    Loy ist offline
    Bully-Adult Avatar von Loy
    Registriert seit
    14.12.2008
    Ort
    Syke
    Beiträge
    1.733
    Ohhh das ja gut

    0 Nicht möglich! Nicht möglich!

Besucher gelangten auf diese Seite bei der Suche nach:

content

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •