VG Mainz bestätigt Verbot von Gartendünger wegen zu viel Ricin – Todesfälle bei Hunden Auslöser
Mainz/Trier (aho) – Zu Recht hat die ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) in Trier einer rheinland-pfälzischen Firma (Antragstellerin) unter Anordnung des Sofortvollzugs untersagt, 211 Tonnen des Düngemittels Rizinusschrot wegen eines bedenklichen Ricingehaltes in den Verkehr zu bringen. Rizinusschrot enthält in unterschiedlichen Mengen das Pflanzengift Ricin, das zu den stärksten Giften biologischer Herkunft gehört. Da es kein Gegenmittel gibt, können Ricinvergiftungen nur symptomatisch behandelt werden. Es besteht der Verdacht, dass Todesfälle von Hunden in früheren Jahren im Zusammenhang mit der Aufbringung von Rizinusschrot als Dünger stehen.

Das Verwaltungsgerichts Mainz informiert zum aktuellen Fall: Die ADD wurde darüber informiert, dass die Antragstellerin gepressten Rizinusschrot als Düngemittel in Verkehr bringt, der eine bedenkliche Menge an Ricin enthält. Dies beruhte auf einer Meldung des Robert-Koch-Instituts, das auf Veranlassung der Antragstellerin Proben deren Rizinusschrots untersucht und dabei einen Ricingehalt deutlich über dem wissenschaftlich anerkannten Grenzwert festgestellt hatte.

Quelle und weiterlesen: http://www.animal-health-online.de/k...116/#more-6116