Lübeck (aho) – Am Samstag, 23. Oktober 2010, wurde nach einem Hinweis von Tierschützern auf einem Großparkplatz eines Einkaufszentrums Hundwelpen entdeckt, die aus einem Kofferraum zum Verkauf angeboten wurden. Die Tierschützer hatte durch ein Zeitungsinserat von diesem Verkauf erfahren, per Telefon ein Kaufinteresse vorgegeben und ein Treffen vereinbart.
Zu diesem Treffen auf dem Parkplatz erschien aber die Polizei! Die Beamten fanden in kleinen Käfigen verteilt zwei Pekinesenwelpen und insgesamt sieben Yorkshire-Terrierwelpen. Diese sollten durch einen 77-jährigen und dessen Lebensgefährtin verkauft werden. Beide sind Ausländer; der Anbieter hat allerdings in Lübeck seinen Wohnsitz. Die erforderlichen Papiere konnten den Beamten nicht vorgelegt werden. Offenbar stammten die Hunde aus dem Ausland.
Die Hundewelpen waren allesamt zu jung und befanden sich in einem erbärmlichen Zustand. Nach Rücksprache mit einem Veterinär wurden die Tiere beschlagnahmt und im Lübecker Tierheim untergebracht, so die Polizeidirektion Lübeck.
Für die widerrechtlich angebotenen Tiere fehlten unter anderem die Eigentumsnachweise und Einfuhrgenehmigungen nach dem Binnenmarkt-Tierseuchengesetz. Die Trennung vom Muttertier darf nach der Hundeverordnung nicht vor der 8. Woche erfolgen. Hier nimmt das Bezirksrevier Lübeck die Ermittlungen auf.

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