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Thema: [Petition]

  1. #1
    Bully-Junior Avatar von schnutchen
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    [Petition]

    Petition

    Download Petitionsliste zum Ausdruck und zur Auslage in Geschäften, Tierheimen etc.

    An alle Unterstützer unserer Petition für ein Verbot von Stachelhalsungen in Deutschland.

    Die Petition ist angenommen worden, allerdings nicht so wie wir es uns erhofft haben.

    Wie schon erwähnt, gab es einen Petenten, der eine Petition ähnlichen Inhalts, kurz vor uns online eingereicht hatte.

    Wir sahen uns aus mehreren Gründen außer Stande diese Petition zu unterstützen, da sie in einer inakzeptablen äußeren Form und einem Passus, der Korallenhalsbänder ausdrücklich von dem Verbot ausnehmen sollte, eingereicht und freigeschaltet worden war.

    Diese Petition wurde nicht formgerecht zurück gezogen und deshalb vom Sachbearbeiter/In des Petitionsausschuss nur aus dem öffentlichen Bereich heraus genommen. In der Folge, läuft die Eingabe einfach als nicht-öffentliche Petitionseingabe weiter und durchläuft weiterhin den normalen Bearbeitungsweg.

    Was bedeutet das für unsere Eingabe?
    Sobald eine Petition, die ein ähnliches Thema behandelt, beim Petitionsausschuss angenommen wurde und bearbeitet wird, egal ob im öffentlichen oder nicht-öffentlichen Bereich, besteht für nachfolgende Petitionsentwürfe nicht mehr die Möglichkeit als online - Petition angenommen und eingestellt zu werden.
    Durch die bedauerlicherweise fehlende schriftliche Begründung des Petenten, trifft genau dieser Sachverhalt auf unsere Eingabe zu.

    Das heißt:
    Unser Petitionsentwurf wurde angenommen und der oben genannten Petition ergänzend angehangen.
    Eine Online Mitzeichnung ist bei nicht-öffentlichen Petitionen nicht möglich, ebenso entfällt eine öffentliche Diskussion im Forum des Petitionsausschuss.

    Aber:
    Das ändert nichts an unserem gemeinsamen Ziel, dass diese "Erziehungshilfen" verboten werden! Ab heute beginnt nun der Aktionszeitraum in dem wir mindestens 50.000 Unterschriften sammeln müssen, um uns eine minimale Chance auf ein Mitspracherecht und eine Änderung des Gesetzes zu wahren!

    Das bedeutet im Klartext:
    Sie finden am Anfang auf unserer Seite die Unterschriftenlisten zum Download- machen Sie bitte Gebrauch davon, bewerben Sie den Link in Ihren Newslettern, sozialen Netzwerken, über die Presse, bei Freunden, unterschreiben Sie selbst, legen Ihre Listen an allen möglichen Sammelstellen aus und sammeln Sie so viele Unterschriften als möglich. Wir brauchen jede Stimme! Die Unterschriftenlisten haben nur Gültigkeit, wenn sie von den Unterzeichnern handschriftlich ausgefüllt und als Original an Tina Müller versendet werden. Sie sind aufgrund der oben genannten Umstände unsere einzige Möglichkeit, Unterschriften zu sammeln.

    Senden Sie die ausgefüllten, originalen Unterschriftenlisten bis spätestens 26.09.2011 an folgende Adresse:
    Tina Müller, Senator- Balcke- Straße 56, 28279 Bremen.


    Tina Müller sendet die gesammelten Unterschriften aus ganz Deutschland, dann fristgerecht, mit notwendigem Aktenzeichen, gezählt und per Express/ Einschreiben an den Petitionsausschuss in Berlin. Danke für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Hilfe, gemeinsam müssen wir es schaffen Stachelhalsungen aller Art in Deutschland unter Verbot zu stellen. Das geht nur ber Ihre Hilfe und Ihren Einsatz, wir danken schon im Voraus für Ihre Unterstützung, Tina Müller (Freundschaft Hund - Gemeinsam durchs Leben Trainingszentrum und Praxis für Hundeverhaltenstherapie / Bremen) und Heike Hillebrand (Mobile Hundeschule & Verhaltenspraxis/ Bönen).

    Was ist eine Petition, wozu dient sie und was braucht es, damit sie erfolgreich ist?

    Eine Petition ist eine Eingabe, Bitte oder Beschwerde eines Bürgers oder einer Vereinigung an eine Behörde oder den Petitionsausschuss. Sie ist ein demokratisches Grundrecht der Bundesrepublik Deutschland.
    Seit 2005 ist es möglich eine Petition online direkt beim Petitionsausschuss einzureichen, sowohl öffentlich als auch privat.
    Wird eine Petition eingereicht, wird sie zunächst geprüft (Dauer ca. 3 Wochen). Fällt die Prüfung positiv aus (d.h. es sind keine beleidigenden Inhalte gefunden worden, sie ist sachlich und fachlich richtig, sie ist von öffentlichem Interesse und es gibt keine laufenden Petitionen mit sachgleichem Anliegen oder sie wurde in der Vergangenheit schon abgelehnt), wird sie automatisch veröffentlicht.
    Entscheidet sich der Petent eine öffentliche Petition einzureichen, kann jeder nach Freischaltung die Eingabe mitzeichnen und diskutieren. Die Mitzeichnungsfrist einer öffentlichen Petition beträgt 6 Wochen.
    Parallel dazu besteht die Möglichkeit, Unterschriften direkt per Handzettel zu sammeln. Also werden an möglichst vielen Orten Unterschriftenlisten ausgelegt. So werden möglichst viele Menschen direkt angesprochen und um ihre Unterstützung in Form von Unterschriften gebeten.
    Wird eine Petition innerhalb von drei Wochen (gezählt ab Freischaltung) von mindestens 50.000 Menschen per Unterschrift unterstützt, wird sie in der Regel im Petitionsausschuss diskutiert. Auch der Einreicher (Petent) erhält dort ein Rederecht. Nach Beendigung der Diskussions- bzw. Mitzeichnungsfrist wird die Petition parlamentarisch geprüft. Bis sich der Petitionsausschuss mit einer Eingabe tatsächlich befasst, muss eine begründete Beschlussempfehlung erarbeitet werden, die von mindestens 2 Abgeordneten unterstützt wird.
    Den Abschluss der parlamentarischen Prüfung bildet die Beschlussfassung im Plenum des Deutschen Bundestages.

    ...

    0 Nicht möglich! Nicht möglich!

  2. #2
    Bully-Junior Avatar von schnutchen
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    Petitionsentwurf

    Wortlaut: (500 Zeichen)
    Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Anwendung von Stachelhalsungen und ihren Abwandlungen an Tieren in Deutschland gesetzlich verboten wird. Hierzu bedarf es einer Modifizierung des bestehenden § 3 Tierschutzgesetz, indem es durch die deutliche, namentliche Erwähnung und Untersagung jeglichen Gebrauchs von Stachelhalsungen aller Art, ergänzt wird.
    Abwandlungen meint alle derzeitigen und zukünftigen auf dem Markt erhältlichen Formen von Stachelhalsungen.

    Begründung: (3000 Zeichen)

    § 3 Nr.5 TierSchG; es ist verboten,
    .. ein Tier auszubilden oder zu trainieren, sofern damit erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden sind. Nachgewiesene physische Schäden beim Hund durch das Tragen einer Stachelhalsung bzw. seiner Abwandlungen, sind u.a. durchstechen der Haut oder der Luftröhre/ Quetschungen von Kehlkopf, Schilddrüse, Halsarterien/ Traumatisierung der Hals- und Rückenwirbelsäule/ Erhöhung des Augeninndrucks/ erhöhtes Risiko von Glaukomen/ Beeinträchtigung des Bindegewebes, ausgehend von der Halswirbelsäule bis zur Hinterhand/ widernatürliche Hals- und Kopfhaltung mit dauerhafter Schädigung des Bewegungsapparates. (Verweis Anlage A+B)

    Nachgewiesene psychische Leiden, sind u.a. schmerzinduziertes Angst- oder Aggressionsverhalten / erhöhter Cortisolspiegel durch den Stressor Schmerz/ Schilddrüsenunterfunktion durch Dauerstress/ hoher Erregungslevel mit größerer Anfälligkeit zu Meide-, Angst- oder Aggressionsverhalten/ Fehlverknüpfungen von Schmerz und Umwelt mit erhöhtem Angst- oder Aggressionsreaktionen/Schmerzflucht mit Bewegungstendenz nach vorne mit der Konsequenz das Schmerz zunimmt, was intensivere Fluchtmotivation und Panik nach sich zieht. (Verweis Anlage C+D+E+F)

    Fazit der o.g. Punkte: Stachelhalsungen verursachen erhebliche Schmerzen, Leiden und Schäden beim Tier. Trotz dieser Risiken, kann man Stachelhalsungen in Deutschland frei erwerben und anwenden. Wir wünschen daher eine ähnliche Regelung, wie sie im Fall der Reizstromgeräte schon seit Jahren gefunden wurde. (3 Nr.11 TierSchG.)

    Die Argumentationsbasis der Befürworter ist die Triebtheorie von K. Lorenz (Verhaltensbiologe) aus dem Jahr 1969. Zusammengefasst ging er davon aus, dass der Mechanismus der Aggression angeboren ist, der Arterhaltung dient und nicht steuerbar sei. Neuere Forschungen haben diese Theorie längst widerlegt.
    Man geht davon aus, dass Aggressionen als Teil der emotionalen Persönlichkeit in der Individualgeschichte (Ontogenese) begründet liegen. (Verweis Anlage C+F)
    Fazit: Im Zusammenhang der Befürwortung von Stachelhalsungen ist diese Theorie ungeeignet und überholt.
    Der durchschnittliche Hundehalter, der zur Stachelhalsung greift, weiß wenig bis gar nichts über die Lerntheorien des Hundes (klassische + operante Konditionierung / Try and Error / assoziatives Lernen). Hier geht es größtenteils nur um die fehlende Kontrollierbarkeit des eigenen Hundes und den Mangel an Wissen, um das unerwünschte Verhalten über Training zu ändern. Zudem gibt es Hundeschulen und Hundetrainer die Stachelhalsungen offen bewerben und als adquates Erziehungshilfsmittel propagieren. Einige Anwender scheuen sich nicht die grausamsten Anwendungsbeispiele am lebenden Tier über Internetplattformen zu verbreiten.

    Fazit: Solange dies ohne Konsequenzen für den Anwender bleibt, wird sich an der Situation nichts ändern. Es muss deshalb eine deutliche rechtliche Regelung her die, die Anwendung in Alltag, Training und Ausbildung verbietet.

    Anlagen: (1000 Zeichen)
    A) Studie Dr.Anders Hallgren Neck-Throat-Cervical-Injuries Caused by Pulling and Jerks on Flat Buckles(1991)/ Rückenprobleme beim Hund animal learn Verlag( 2003)

    B) Studie amerikanischer Tierärzte Pressure by a Collar or Harness on Intraocular Pressure in Dogs. In: Journal of the American Animal Hospital Association 42:207-211 (2006)

    C) Panksepp, J. Affective Neuroscience: The Foundations of Human and Animal Emotions (Series in Affective Science) (Oxford University Press, USA, 2004).

    D)Dissertation Imke Böhm, TiHo Hannover (2009) Vergleich der Stressauswirkungen anhand von Speichelcortisolwerten und Lerneffekte von drei Ausbildungsmethoden bei Polizeidiensthunden

    E)Dissertation Andrea Böttjer, TiHo Hannover (2003) Untersuchungen von fünf Hunderassen und einem Hundetypus im innerartlichen Kontakt des Wesenstestes nach den Richtlinien des Niedersächsischen Gefahrtier-Verordnung vom 5.7.2000

    F) Vorwort von Jane Goodall zu Marc Bekoff Das Gefühlsleben der Tiere (2008, animal learn Verlag)

    Quelle: Tina Müller und Heike Hillebrand (zur Vervielfältigung wenden Sie sich bitte an die Autoren)

    Webseite zur Petition

    0 Nicht möglich! Nicht möglich!

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