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  1. #1
    Bully-Neuling
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    Jungtier mit HD kaufen? Erfahrungswerte gesucht.

    Hallo,

    momentan gibt es die Möglichkeit uns für einen Junghund Typ Englische Bulldogge zu entscheiden. Er ist 12 Monate alt, stammt von einem Züchter, hat aber auf beiden Seiten Hd (Grad C auf der einen und Grad D auf der anderen) Ansonsten ist er kerngesund. Ich bin gerade dabei mich bei dem Thema einzulesen, aber nix geht über Erfahrungswerte.

    Ich weiß das man wahrscheinlich keine englische Bulldogge ohne HD bekommt, find aber Grad D schon sehr viel, oder nicht? Oder ist das bei der Rasse schon "normal"?

    Welchen Grad HD haben denn eure Bullys und wie leben sie und ihr damit?

    Vielen Dank für Infos und liebe Grüße.

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  2. #2
    Bully-Medicus honoris causa
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    Ich persönlich rate dir definitiv ab. Je älter der Hund wird - und damit auch schwerer - umso mehr Probleme wird die HD machen. Was glaubst du, warum der Züchter ihn abgeben will? Zum Einen braucht er keinen zusätzlichen "Kostenfaktor" (und da kann man durchaus von eventuell sehr hohen Tierarztkosten reden) und zum Anderen war der Junghund garantiert als späterer Zuchtrüde gedacht, scheidet aber anhand der Befunde dafür aus.

    Die Graduierung bei Hüftdysplasie ist:

    Grad A = HD-frei
    Grad B = HD-Verdacht, bzw. Übergangsform
    Grad C = leichte HD
    Grad D = mittlere HD
    Grad E = schwere HD


    Einen Hund mit HD wünscht sich hier mit aller Sicherheit keiner. HD ist das Schreckgespenst jedes Bully-Besitzers! Fakt ist, dass bei vielen Hunden eine genetische Anlage besteht, heißt aber nicht, dass man sich BEWUSST dafür entscheidet - und das wäre bei dir ja die höchste Wahrscheinlichkeit, denn wir reden hier nicht von der häufig vorkommenden Übergangsform Grad B. Zudem geht es letztlich auch nicht nur darum, wie DU mit einem solchen Hund lebst, sondern es geht viel mehr darum, wie ein Hund mit ausgeprägter HD lebt (wovon du bei einer EB-Lebenserwartung von ca. 11 Jahren ausgehen darfst)!! Wenn du in absehbarer Zeit sehr viel Geld ausgeben willst/musst (!), um dem armen Kerl das Leben einigermaßen erträglich zu machen, dann kannst du dich auf dieses Wagnis einlassen. Wenn nicht: Lass es.

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  3. #3
    Bully-Fanatiker Avatar von Fadenelse
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    Jepp,stimme ich voll zu. Wenn du die finanziellen Mittel hast diesen Hund vllt mal etw."Gesünder " zu operieren bzw so zu behandeln dass er vllt beschwerdefrei oder schmerzlindernd gut durchs leben kommt finde ich es wirklich toll,aber grundsätzlich rate ich auch davon ab! Falls du dich für den Hund und dessen Folgekosten entscheidest,solltest du aber auch darauf achten nicht zu viel Zu bezahlen,schließlich ist der Hund ja nunmal nicht gesund!

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    Liebe Grüße! Susi & Günni

  4. #4
    Bully-Rüpel Avatar von Papercut
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    Bei Bully-HD kann ich nicht mitreden, ich kenne es nur vom Rottweiler her. Das war auch für mich damals das Schreckgespenst schlechthin. Obwohl beide Elterntiere HD-A waren und nur eine (Ur?)Omi HD-B.

    Da HD aber nicht ausschliesslich genetisch bedingt ist sondern auch durch falsche Ernährung, Überbelastung, falsche Bewegung usw. begünstigt wird hiess das für mich, dass ich in seiner gesamten Lebenszeit jeden einzelnen Tag mit dem Thema zu tun hatte. Als großer, schwerer Hund (obwohl er ein sportlicher Kerl war und kein Moppelchen) war er eben gefährdet.

    Man gewöhnt sich daran das immer im Hinterkopf zu haben und eigentlich sollte jeder ein wachsames Auge auf seinen Hund haben um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen, aber es ist schon hin und wieder belastend gewesen. Ich kann die Gespräche in denen ich versucht habe anderen Haltern zu erklären wieso ich ein gar zu wildes Spiel in unebenem Gelände oder auf harten Untergründen nicht wünsche, wieso ich meinen Hund nicht mitmachen lassen will wenn ihr Hund eine 2 Meter hohe vertikale Böschung runterspringt usw. nicht mal ansatzweise beziffern. Und das ist eigentlich nur ein "Nebenkriegsschauplatz". Aber trotzdem Alltag.

    Das sind dann auch so die Momente wo man wirklich merkt wie viele vermeidbare Verhaltensweisen von anderen Hundebesitzern geduldet oder sogar unterstützt werden. Wie zum Beispiel eben das Runterspringen von der Böschung auf einen sehr harten, festgelaufenen Waldweg mit Felsstücken drin, oder diese lustigen "Flieg-Spiele" bei denen Hunde etwas aus der Luft fangen sollen und sich im Flug verdrehen (am besten natürlich noch auf der frisch vom eigenen Hund vorher zerbuddelten Wiese, wo man sich zu fein war das Buddelloch wieder zuzuschieben damit die Landung schön schwierig wird), High-Speed-Ballspiele auf dem leeren Asphalt-Supermarkt-Parkplatz am Wochenende (...............)

    Die Liste ist lang und bei einem Hund der schon HD hat sogar noch länger, weil dann kleinere Sprünge zum Beispiel auch schon tabu sind (Auto, Sofa usw).

    Wichtig ist bei HD eine gleichmässige aber nicht überbelastende Bewegung damit die Muskeln gut erhalten bleiben und sie die schwache Hüfte stützen können. Schwimmen, Radfahren auf weichen Böden und sowas sind dafür perfekt. Aber das ist zeitraubend. Die Zeit muss man haben - jeden Tag. Und wenn der Hund in der Familie lebt müssen alle Familienmitglieder mitmachen, da darfs auch keine Ausnahmen geben, dass man den Hund "mal" toben lässt wenn es bereits diagnostiziert wurde. Jede übermässige Belastung treibt die Krankheit weiter voran. Es gibt keine Verbesserung, nur sinnvolles Schmerz-Management und den Ansatz eine zu schnelle Verschlechterung durch vorausschauendes Handeln zu vermeiden.

    Ich habe den Rotti HD-frei gehalten, weil ich immer darauf geachtet habe, weil es jeden Tag ein Thema war. Mit einem diagnostiziertem Hund müsste man da nochmal eine Schippe drauf legen.

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  5. #5
    Herminatorin Avatar von BullyMom
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    HI,

    also in der Zucht ist eine Hüfte bis C erlaubt. D ist mittlere HD. Nun gibt es Hunde, die mit solchen Hüften dennoch gut laufen, aber auch Hunde die mit einer HD arge Probleme haben. So pauschal kann man das nicht beantworten.

    ABER. Hermann hat eine E-Hüfte, die inoperabel ist. Er ist zwar aktuell stabil, was die Hüfte angeht. Dafür haben wir hier aber seit Monaten Probleme mit dem rechten Knie. Weil die Hüfte zu einer Fehlstellung führt, hat sich das nun auf das Knie ausgewirkt. Hermann zeigte bishe keine großen Probleme mit der Hüfte. Dazu muss ich aber sagen, dass wir hier schon seit Junghundealter in die Physio gehen, und ich eben penibel auf fordernde aber nicht überbelastende Bewegung achte. Spielen mit anderen Hunden ist kaum möglich, weil mir da die Gefahr zu groß ist, dass was passiert. Hermann kann da körperlich einfach nicht mit halten und würde sich übernehmen. Deswegen gibts hier eben dann nur kontrolliertes Spielen mit Hunden die wir kennen, und bei denen man das Spiel gut abbrechen kann. Die Hündin der SchwieMu ist da ideal, weil sie weiß was geht und was nicht. Wenn beide übertreiben, greif ich ein. Das ist bei fremden Hunden eben kaum machbar. Hinzu kommen diverse Supplemente und Behandlungen (Tierheilpraktiker etc) um ihm das Leben etwas zu erleichtern.

    Es ist schon belastend und manchmal auch nervig. Nicht weil ich zu faul bin, sondern weil man immer auf alles aufpassen muss. Keine Treppen runter laufen, niedrige Couch damit der Hund hoch kommt. Teppiche vor der Couch damit er nicht ausrutscht, weil er nicht so stabil steht. Ballspiele sind tabu. Ausgelassenes Spielen mit anderen Hunden auch. Das bedeutet auch Stress, weil viele Halter nicht nachvollziehen können, warum ich nicht will dass mein Hund nun mit ihrem spielt. Hinzu kommt, dass ich nun - mit Hermis zunehmendem Alter - die Arthrose bei ihm merke. Denn Gelenkserkrankungen bringen dann eben auch Folgeerkrankungen mit sich.

    Darüber muss man sich schon bewusst sein. Hinzu kommt, dass man sich darüber klar sein muss, dass der Hund nicht immer so kann, wie man das eventuell gerade möchte. Hermann hat manchmal schlechte Tage. Da will er nicht. Dann lass ich ihn auch. Dann gehts eben morgens wo hin, wo er gerne läuft. Oder eben nur an den See mal kurz im Wasser laufen. Man muss eben viel Rücksicht nehmen und vieles berücksichtigen.

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    LG Simone, Sascha, Kinder und last but not least Hermann



    Hermans Devise lautet "man kann ALLES essen, die Frage ist nur wie es schmeckt!"
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    http://www.hundefuttertests.org/
    http://propolis.heilen-mit-naturheil...e/krankheiten/


  6. #6
    Gnadenhof Hazienda "Irisbichl" Avatar von 0401
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    Was sagt denn der Züchter dazu? Preislich?

    Weil wenn du dich gut einliest und informierst und du das auf dich nehmen willst, dann wärs ja zumindest ein feiner Zug vom Züchter nur das mindeste zu verlangen, damit du ein gutes finanzielles Polster für etwaige Behandlungen hast.

    Es gibt viele Leute die absichtlich "behinderte" Hunde wählen und denen gebührt mein vollster Respekt. Aber es kommt schon drauf an ob dieser Züchter munter mit kranken Tieren züchtet, oder ob quasi das Schicksal zugeschlagen hat.

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    LG Iris

  7. #7
    Bully-Medicus honoris causa
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    Nach meiner Einschätzung - soweit möglich - handelt es sich um einen seriösen Züchter. Wäre er das nicht, dann würde er entweder den Hund als Zuchtrüden einsetzen, oder zumindest nichts von der vorhandenen HD sagen. Wäre allerdings noch zu befürworten, wenn er den Junghund bereits kastriert abgibt. Und was nicht zu vergessen wäre: Man sollte bei einem solchen Hund schon ein bisschen Erfahrung mit EB's haben, zumal sie bei Schmerzen völlig anders reagieren, als andere Rassen.


    Schaun wir mal, was der Fragensteller zu unseren Antworten meint....

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  8. #8
    Bully-Neuling
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    Vielen lieben Dank für eure Antworten. Der Züchter hatte ihn als Welpen gekauft um ihn für die Zucht einzusetzen. Nun bei der Zuchtzulassungsuntersuchung kam eben heraus das er HD hat. Es wurde mir gleich alles offen mitgeteilt, auch das er dort definitiv nicht zur Zucht eingesetzt werden kann usw. Wir werden uns wohl dagegen entscheiden. Zum einen ist es unser erster eigener Hund dieser Rasse in der Familie. Wir sind quasi (noch) keine Bullyexperten. Zum andern hab ich zwei Kinder und weiß nicht ob ich uns wissentlich dem ganzen Mehraufwand der evtl. auf uns zukommt gerecht werden kann und möchte.
    Was nicht heißen soll, das wir uns nicht um einen Hund mit Problemen kümmern würden wenn das Schicksal zuschlägt.
    Aber wissentlich sich dem zu stellen ist doch nochmal etwas anderes. Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine.

    Wir werden wohl weitersuchen und hoffentlich bald *unseren* finden!

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  9. #9
    Gnadenhof Hazienda "Irisbichl" Avatar von 0401
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    Das ist ganz alleine euere Entscheidung

    Und so, wie ihr sie fällt, wird sie für euch richtig sein.

    Ich war vorher noch nie Experte für ne Hunderasse und werds auch nie sein und muss es auch nicht

    Wenn jeder erst Experte sein müsste dann gäbts wohl keine Hundehalter.

    Man wächst mit seinen Aufgaben und eben weil du dich so gut informierst hätt ich persönlich da gar keine Bedenken.

    Den Hund mit einem Jahr schon kastrieren fänd ich auch nicht gut. Ein gewissenhafter Züchter wird drauf achten wo der Hund hin kommt und Kontakt halten.

    Bleibt, die Daumen zu drücken, dass sich die richtigen Leute finden werden.

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    LG Iris

  10. #10
    Bully-Medicus honoris causa
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    Zitat Zitat von 0401 Beitrag anzeigen

    Ich war vorher noch nie Experte für ne Hunderasse und werds auch nie sein und muss es auch nicht

    Wenn jeder erst Experte sein müsste dann gäbts wohl keine Hundehalter.

    Man wächst mit seinen Aufgaben und eben weil du dich so gut informierst hätt ich persönlich da gar keine Bedenken.

    Den Hund mit einem Jahr schon kastrieren fänd ich auch nicht gut. Ein gewissenhafter Züchter wird drauf achten wo der Hund hin kommt und Kontakt halten.

    Da muss ich dir widersprechen, liebe Iris. Gerade bei Bully's ist es in der Tat von Vorteil, wenn man sich ein bisschen auskennt. Insbesondere, wenn sie gesundheitliche Probleme haben, und um die geht es ja hier vordergründig! Bei einem gesunden Hund wächst man an seinen Aufgabe, das ist unbestritten. Aber ein kranker EB als Ersthund...? Ich persönlich halte das für gewagt.


    Und die Sache mit der immer wieder strittigen Kastration.... Weißt du, wieviele SERIÖSE Züchter es gibt, die alle darauf geachtet haben, dass ihre Hunde in gute Hände kommen und letztlich doch daneben lagen?! Schließlich kann man keinem Menschen hinter die Stirn schaun. Mit einer Kastration gibt es zumindest die Sicherheit, dass der Hund nicht - entgegen des Züchterwillens - zur Zucht eingesetzt wird. Wobei man damit nicht zuletzt unseriösen Pseudozüchtern einen gewaltigen Strich durcjh die Rechnung machen kann. Was zudem ganz im Sinne der Rasse und ihrer ohnehin wackeligen Gesundheit ist!



    Und im Übrigen: Ich finde die Entscheidung verantwortungsbewusst und richtig.

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