Kampfhund oder nicht? Beweislast nun bei Hundehaltern

Wenn nach behördlicher Prüfung der Verdacht bleibt, dass es sich bei einem Tier um eine Kampfhund-Kreuzung handelt, muss künftig im Bundesland Bremen der Halter nachweisen, dass dies nicht zutreffend ist. Das ist eine der Änderungen im „Gesetz über das Halten von Hunden“, die gestern die Bremer Bürgerschaft beschlossen hat. Zudem bleiben Pitbull-Terrier und andere Kampfhunde nach einem Beschluss der Bürgerschaft für weitere fünf Jahre verboten. Kampfhunde dürfen damit nach wie vor weder gehalten noch gezüchtet werden.

Wie der in Bremen erscheinende „Weserkurier“ berichtet, muss in Zukunft nicht die Ordnungsbehörde beweisen, dass es um einen Kampfhund-Mischling geht, sondern der Halter ist verpflichtet, das Gegenteil zu belegen, wenn es entsprechende Anhaltspunkte gibt – ob Körpergröße, Beißkraft oder auch Gewicht.

Zur Begründung heißt es in dem Änderungsantrag, dass es sich in der Praxis „regelmäßig als schwierig erweist“, Kreuzungen von Kampfhunden zu bestimmen. Das gelte auch, wenn es bei den Tieren körperliche Anhaltspunkte gebe, die mit großer Sicherheit den Schluss zuließen, dass es sich um eine solche Kreuzung handelt, so die Zeitung.

Der „Weserkurier“ zitiert aus der Vorlage für die Bremische Bürgerschaft: „Aktuell besteht die Situation, dass Kampfhundkreuzungen gezüchtet und zum Verkauf angeboten werden“. Um das geltende Zucht- und Handelsverbot zu umgehen, würden die Tiere in offiziellen Dokumenten von ihren Züchtern und Eigentümern allerdings als Kreuzungen von Hunderassen deklariert, die nicht verboten seien.

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