Geschichte

Zur Rasse der Olde Type Bulldogs muss erst einmal gesagt werden, dass es sich hierbei nicht um eine neue Rasse handelt, sondern viel mehr um den Versuch, den Hund zu seinen Ursprüngen zurück zu züchten. Das überlieferte Erscheinungsbild der alten englischen Bulldogge wiederherzustellen und dabei die Untugenden der Rasse English Bulldog (wie z.B. Atmungsschwierigkeiten und Probleme der Hündinnen beim Werfen) auszumerzen.
Über die Entstehung der Rasse, welche seit langem als englischer Nationalhund gilt, wurde viel spekuliert.
Es scheint auf jeden Fall gesichert, dass der Bulldog von den doggenartigen molossoiden Hunden, welche auf römischen und griechischen Friesen und Reliefs abgebildet sind, abstammt.
Zum ersten Mal tauchte der Name "Bulldog" in einem Brief des Mr. Presten Eaton aus Spanien, aus dem Jahre 1631, an Mr. George Willingham aus London, auf. In diesem Brief bittet Mr. Eaton um die Zusendung von zwei guten Bulldogs. Offensichtlich war er mit diesen Hunden sehr zufrieden, denn im nächsten Brief an Mr. Willingham bittet er um weitere Hunde - mit dem Zusatz "Kosten spielen keine Rolle...".
Beschrieben wurde der Bulldog der alten Zeit, als ein Tier mit breitem Maul, kurzer Nase und massigem Schädel. Die breit gestellten Vorderpfoten garantierten dem Tier einen festen Stand und die zurückgeschobene Nase ermöglichte das Atmen mit verbissenem Fang, so dass der Hund nicht loszulassen brauchte um nach Luft zu schnappen.Diese Eigenschaften waren geschätzt und nützlich für seine Verwendung. Anfangs wurde der Bulldog als Hund des Metzgers verwendet. Er hatte die Aufgabe das Vieh zu treiben und wenn ein Ochse entlief diesen einzuholen und so lange festzuhalten bis sein Herr kam.
Später wurden diese körperlichen Eigenschaften für andere Dinge missbraucht. Der Bulldog wurde zu Bullen-Hetzen, Stierkämpfen, Bärenkämpfen, Ratten-Töten und anderen Kämpfen verwendet.
Glücklicherweise wurden 1835 in England Hundekämpfe verboten.
Dies hatte aber zu Folge, dass die Rasse fast ausstarb. Diese Rasse war nun zweck- und nutzlos. Den treuen Liebhabern dieser Rasse haben wir es zu verdanken, dass der Bulldog vom Aussterben bewahrt blieb. Diese waren von den hervorragenden Eigenschaften der guten Hunde so fasziniert, dass sie alles daran setzten die Rasse zu erhalten und durch geschickte Zuchtauswahl einen angenehmen Haushund mit friedlichem Wesen schafften. Als sich auch die englische Society für die Rasse interessierte, ging es mit der Zucht steil bergauf.Der erste offizielle Rassestandard wurde 1865 erstellt und der erste Club für Bulldog`s 1875 gegründet. Obwohl sich der alte Standard vom heutigem kaum unterscheidet, ist das Erscheinungsbild der modernen english bulldog`s jedoch ein ganz anderes.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, und bis heute fortgesetzt, die Hunde immer massiger zu züchten.
Dies hatte jedoch zur Folge, dass die Rasse immer anfälliger für Krankheiten und körperliche Gebrechen wurde. Auch kam diese Zuchtrichtung ihrem körperlichem Wohlbefinden nicht zu gute. Einigen Vertretern dieser Rasse wäre es nicht mehr möglich ohne die ständige Hilfe ihrer Menschen zu überleben.
Mit der Rasse der Olde Type Bulldogs wird das Ziel verfolgt, einen Hund zu züchten, welcher die Arbeit für die er geschaffen wurde noch leisten könnte, dies aber mit einem angenehmen und friedlichem Wesen vereint.
Olde Bulldog`s aus dem 18. Jahrhundert:

Gruppe: Gebrauchshund

Größe: Widerristhöhe - Rüden: 43 Zentimeter und mehr
Widerristhöhe - Hündin: 40,5 Zentimeter und mehr

Gewicht: Rüden: 27 kg und mehr
Hündinnen: 22,5 kg und mehr

Charakter: Mittelgroßer, leistungsfähiger Hund, welcher den Ausdruck von großer Stärke vermitteln sollte. Besitzt einen symmetrischen,
gut proportionierten Körper und soll das Aussehen eines Athleten
haben. Der Hund sollte aufmerksam, freundlich, aber ein furcht-
loser Gegner zu jedermann sein, der seinen Herren oder dessen
Eigentum bedroht.

Kopf: Groß im Verhältnis des Körpers und viereckig. Er hat eine tiefe
Furche zwischen den Augen, die sich über die Vorderseite des
des Kopfes verlängert. Sollte am Kopf eine geringe Faltenbildung
und sehr ausgeprägte und starke Muskeln am Kiefer haben. Der
Unterkiefer ist leicht nach oben gebogen, hat einen Vorbiß und
ein kräftiges Gebiss. Die Augen, welche dunkel sein sollten,
sitzen tief und liegen weit auseinander. Der Fang ist kurz und
breit. Die Lefzen hängen leicht herunter. Die Ohren sind hoch
angesetzt, stehen weit auseinander und sollten in Form von
Rosen- oder Knopfohren getragen werden. An der Halsunter-
seite hat er eine Wamme mit zwei Falten.

Körper: Der Hals ist kurz und fast so breit wie der Kopf. Die Schultern
sind auch sehr breit und muskulös. Die Vorderläufe sind leicht
gebogen oder stehen gerade. Gut abgerundeter Brustkorb, eine
breite Brust, leicht gebogener Rücken, sehr starke Muskeln an
den Hinterläufen und ein breiter gewölbter Oberschenkel
sind gewünscht. Die Hinterläufe sollen von hinten gesehen
gerade, nicht Kuhhessig oder Fassbeinig, sein.
Die Rute muss gerade sein.

Fell: Das Fell soll kurz, glatt anliegend und fein sein.

Farben: Erlaubt sind folgende Farbschläge: gestromt, gestromte oder
farbige Platten auf weiß, reinweiß, einfarbige Rottöne oder rot
mit weiß, schwarz oder schwarz mit weiß und gelbbraun.

Fehler: Rosafarbene Nasen und rosafarbene Haut um die Augen sind
nicht erwünscht. Sie stellen aber keinen Ausschluss dar.
Jedoch sind aggressive oder scheue Hunde von der Zucht auszu-
schließen.

Wie gesagt die OEB ist vom FCI noch nicht anerkannt, da es zu viele verschiedene Zuchterfolge gibt. Es gibt z.b. Die Renescence Bulldogge, , Da C'apo, Victorian Bulldog und viele mehr -> auch sie sind Rückkreuzungen zum Ursprung der Englischen Bulldogge.


QUELLE: http://www.beautybulldogs.de/