Doppelte Vorsicht bei Modehunden
Wer einen Rassehund möchte, der sollte seinen Züchter sehr sorgfältig auswählen und sich im Vorfeld genau informieren. Aber doppelt wachsam müssen die Hundefreunde sein, die einen Welpen einer Rasse wollen, die gerade im Trend liegt.

Hundekauf ist keine Vertrauenssache!
Zumindest muss man sorgfältig prüfen, wem man vertraut. Denn der Schein trügt inzwischen leider oft. Die Fälle kranker Hunde von zweifelhaften Anbietern häufen sich.
Wer sich also für einen Rassehund vom Züchter entscheidet, muss sich im Vorfeld informieren, und sollte nicht nicht beim ersten und billigsten Angebot zuschlagen. Und er darf auch nicht alles glauben, was man ihm sagt. Die "liebevolle Hobbyzucht" mag einen tollen Internetauftritt haben und der Mensch, der unter der Handynummer ans Telefon geht, sehr nett sein, aber wie sieht es wirklich aus?

Drum prüfe, wer einen Rassehund will
Wussten Sie zum Beispiel, dass jemand, der "Mini-Yorkies" anbietet, von vornherein nicht ganz koscher sein kann? Eine solche Rasse gibt es gar nicht. Wie auch, denn was würde übrig bleiben, wenn man diesen winzigen Hund noch im Mini-Format züchten würde?
Auch sogenannte "Teacup Chihuahuas" sind indiskutabel.
Nehmen Sie sich also Zeit. Lesen Sie alles über Ihre Rasse. Informieren Sie sich über Eigenschaften, typische Krankheiten und Ähnliches. Sprechen Sie mit Hundehaltern, die ein Tier der Rasse besitzen. So finden Sie zum einen heraus, ob sie zu Ihnen passt, und zum anderen verhindern Sie, dass ein unseriöser Züchter Ihnen etwas vormachen kann. Besonders gilt das bei Rassen, die gerade in Mode sind. Jeder möchte plötzlich einen solchen Hund – schnell und günstig. Geschäftstüchtige Hundevermehrer wittern ihre Chance und bieten gefragte Rassen in Massen an. Leider funktioniert das so nicht. Ein Hund muss schließlich gezeugt und geboren werden. Und ein paar Wochen bei seiner Mutter müssen wir ihm schon gönnen, bevor wir ihn zu uns holen.
Bei einem guten Züchter werden Sie in der Regel einige Monate auf Ihren Hund warten müssen, denn er plant die Würfe langfristig. Er wird Sie einladen, ihn zu besuchen, was Sie auch tun sollten. Darüber hinaus müssen Sie einen gewissen Preis zu zahlen bereit sein, denn die Welpenaufzucht kostet auch den Züchter einiges. Aber es lohnt sich, denn kaum etwas ist trauriger und kostspieliger als ein kranker Welpe.

Checkliste der Grundregeln

Wer ist "In" 2008
Neben Border Collie und Aussie liegen Zwerghunde im Trend. Chihuahua und Mops sieht man so häufig wie nie. Achten Sie vor allem beim Chihuahua auf einen Nachweis, dass das Tier nicht an Patellaluxation leidet (PL-frei) und seine Fontanelle geschlossen ist. Ein erwachsener, gesunder Chihuahua darf auch nicht zu klein sein (mind. 2 kg). Fallen Sie niemals auf Angebote von "Teacup Chihuahuas" herein. Sie sind viel zu winzig und oft todkrank. Immer beliebter werden auch die Jagdhundrassen Magyar Viszla und Weimaraner.

© Victoria Schwalb

Quelle: http://www.partner-hund.de/info-rat/